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Ereignisse

Medienberichte über islamistische Gewalttaten

Belegte Ereignisse mit Datum, Ort, Opferzahlen laut Quelle und zugeschriebener Täterschaft, je mit mindestens zwei Medienberichten. Sachverhalte in eigenen Worten; Artikel sind verlinkt, nicht wiedergegeben. Keine Bilder.

Auswahlregel

Europa: Islamistisch bzw. dschihadistisch motivierte Anschläge (laut Behörden oder seriösen Medien so eingestuft) in den EU-27-Staaten, im Vereinigten Königreich, in der Schweiz, in Norwegen, Island und Liechtenstein vom 1. Januar 2000 bis 5. Oktober 2026 mit mindestens einem Todesopfer (Täter nicht mitgezählt); für die Schweiz zusätzlich alle solchen Anschläge mit Verletzten. Koordinierte Serien derselben Täter gelten als ein Ereignis.

Weltweit: Weltweit ausserhalb der Länder EU-27, UK, CH, NO, IS und LI: islamistisch bzw. dschihadistisch zugeordnete Anschläge und Massaker an Zivilpersonen seit 2001-01-01 mit mindestens 100 Todesopfern (Täter nicht mitgezählt), dazu die Anschläge vom 11.09.2001 (USA). Kampfhandlungen zwischen bewaffneten Gruppen und Armeen sowie Angriffe auf rein militärische Ziele sind nicht erfasst. Jedes Ereignis ist mit mindestens zwei Medienquellen belegt; Opferzahlen stehen wie in den Quellen, Abweichungen und Zuordnungsvorbehalte sind je Ereignis vermerkt.

Kontext

Überblick

Alle erfassten Ereignisse; Zahlen laut den verlinkten Quellen.

124

erfasste Ereignisse 2001–2026

19'052

Todesopfer, Summe der Quellenangaben

teils Untergrenzen (Zahlen wie in den Quellen)

13'375

Verletzte, Summe der Quellenangaben

78 von 124 Ereignissen mit Angabe

32

Länder mit mindestens einem erfassten Ereignis

Ereignisse nach Art

Sprengstoff 35
Gemischt 29
Messer 28
Schusswaffe 22
Fahrzeug 4
Geiselnahme 3
Sonstiges 3

Länder mit den meisten Ereignissen

Frankreich 24
Irak 17
Nigeria 11
Vereinigtes Königreich 11
Deutschland 9
Pakistan 5
Belgien 5
Afghanistan 4
Schweiz 4
Russland 3

Region

Europa 64
Übrige Welt 60

Zuordnung laut Datensatz. Die Auswahlregeln der beiden Regionen unterscheiden sich (siehe oben); ihre Zahlen sind nicht direkt vergleichbar.

Ereignisse erkunden

Hinweis: Für Europa und die übrige Welt gelten unterschiedliche Auswahlregeln (siehe Auswahlregel oben).

124 Ereignisse · 19'052 Todesopfer laut Quellen

Ort und Zahl der Todesopfer

2'000 200
2'000 200
  • Kreisfläche: Todesopfer laut Quelle (Massstab je Ausschnitt, Legende unten links in der Karte)
Kartengrundlage: Natural Earth (gemeinfrei). Koordinaten laut Datensatz. Punkt antippen oder mit Enter wählen: springt zum Eintrag in der Liste.

Ereignisse je Jahr

2005 2010 2015 2020 2025
Tabelle: Ereignisse und Todesopfer je Jahr
Alle erfassten Ereignisse je Jahr (Todesopfer: Summe der Quellenangaben)
JahrEreignisseTodesopfer
2001 1 2'977
2002 2 331
2004 7 926
2005 3 328
2006 1 202
2007 5 1'420
2008 2 266
2009 3 399
2010 1 102
2011 2 102
2012 3 301
2013 2 144
2014 10 5'449
2015 12 1'205
2016 8 570
2017 12 1'104
2018 7 480
2019 4 279
2020 10 126
2021 5 421
2022 5 257
2023 6 1'145
2024 5 348
2025 5 7
2026 3 163
Säulen folgen den Filtern Region, Land, Art und Suche; ausserhalb des gewählten Zeitraums blass.

Liste der Ereignisse

  1. 25. Juli 2026 Europa

    Berlin (Tiergarten), Deutschland

    Todesopfer: 1 Verletzte: 31 Art: Gemischt

    Zuordnung: laut Bundesinnenminister islamistischer Terroranschlag; Bundesanwaltschaft übernahm die Ermittlungen; laut Medien Bekennervideo mit Bezug zum IS auf dem Handy des Täters

    Ein Mann fuhr am Rand des Christopher Street Day in Berlin mit einem Transporter in eine Menschenmenge und griff danach laut Ermittlern weitere Personen mit einer Hieb- oder Stichwaffe an. Eine Frau starb, 31 Personen wurden verletzt (frühe Meldungen nannten 29); der Täter wurde am Folgetag bei einem Polizeieinsatz erschossen.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  2. 28. Mai 2026 Europa

    Winterthur, Schweiz

    Todesopfer: 0 Verletzte: 3 Art: Messer

    Zuordnung: vom Zürcher Sicherheitsdirektor und vom Bundespräsidenten als Terrorakt bezeichnet; laut Medien und Polizei wegen IS-Propaganda 2015 bekannt, in der Islamistenszene aktiv

    Ein 31-Jähriger griff am Bahnhof Winterthur Passanten mit einem Messer an und verletzte drei Männer; der Zürcher Sicherheitsdirektor sprach von einem Terrorakt. Laut Kantonspolizei war der Täter 2015 wegen Verbreitung von IS-Propaganda aufgefallen.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  3. 3. Februar 2026 Übrige Welt

    Woro und Nuku (Bundesstaat Kwara), Nigeria

    Todesopfer: 162 Verletzte: keine Angabe Art: Schusswaffe

    Zuordnung: Keine Bekennung (laut AP/France 24); der örtliche Parlamentsabgeordnete nannte die mit dem Islamischen Staat verbundene Gruppe Lakurawa, ein Forscher des Hudson Institute laut AP eher die Boko-Haram-Fraktion JAS

    Am 3. Februar 2026 griffen Bewaffnete auf Motorrädern die überwiegend muslimischen Dörfer Woro und Nuku im Bundesstaat Kwara an. Ein Abgeordneter und das Rote Kreuz nannten mindestens 162 Tote, was die Behörden laut Independent bestätigten; Anwohner berichteten nach AP von fast 200 Bestatteten.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  4. 2. Oktober 2025 Europa

    Manchester (Crumpsall), Vereinigtes Königreich

    Todesopfer: 2 Verletzte: 3 Art: Gemischt

    Zuordnung: Einzeltäter; von der Polizei als Terrorvorfall eingestuft; laut Counter Terrorism Police North West schwor er in einem Notruf dem IS die Treue

    Ein Mann fuhr am Jom Kippur mit einem Auto auf das Gelände einer Synagoge in Crumpsall und stach auf Besucher ein; bewaffnete Polizisten erschossen ihn. Zwei Männer starben, drei weitere wurden verletzt; laut Untersuchung starb einer der beiden Toten durch einen Polizeischuss.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  5. 10. September 2025 Europa

    Lyon, Frankreich

    Todesopfer: 1 Verletzte: keine Angabe Art: Messer

    Zuordnung: Tatverdächtiger (27, Algerier, in Italien festgenommen); von der Antiterror-Staatsanwaltschaft wegen Mordes im Zusammenhang mit einer terroristischen Vereinigung förmlich beschuldigt; laut AFP-Ermittlungsquellen mindestens indirekte Kontakte zum IS; Verfahren läuft

    Am 10. September 2025 wurde in Lyon ein 45-jähriger irakischer Christ im Rollstuhl vor seinem Wohnhaus mit einem Messer getötet, während er live auf TikTok übertrug. Ein in Italien festgenommener Verdächtiger wurde am 28. Oktober 2025 in Paris wegen Mordes im Zusammenhang mit einer terroristischen Vereinigung förmlich beschuldigt; laut Le Monde nannte die italienische Polizei einen von den französischen Behörden festgestellten engen Zusammenhang zwischen der Tat und religiösen Themen, die das Opfer in sozialen Netzwerken behandelte.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  6. 22. Februar 2025 Europa

    Mulhouse, Frankreich

    Todesopfer: 1 Verletzte: 7 Art: Messer

    Zuordnung: Einzeltäter (37, Algerier, ausreisepflichtig, auf der Terror-Beobachtungsliste FSPRT); Staatspräsident: «islamistischer Terrorakt»; laut Innenminister auch psychiatrische Dimension; Ermittlungen der Antiterror-Staatsanwaltschaft

    Am 22. Februar 2025 griff ein 37-jähriger Mann auf dem Markt in Mulhouse mit einem Messer Passanten und Polizisten an; ein 69-jähriger Mann starb. Die Berichte vom Tattag nannten fünf verletzte Polizisten, spätere Berichte (BFMTV, L’Alsace) sieben Verletzte; die Antiterror-Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes und versuchten Mordes im Zusammenhang mit einer terroristischen Vereinigung.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  7. 15. Februar 2025 Europa

    Villach, Österreich

    Todesopfer: 1 Verletzte: 5 Art: Messer

    Zuordnung: laut österreichischem Innenminister islamistischer Anschlag mit IS-Bezug, Radikalisierung im Internet; Landesgericht Klagenfurt: terroristische Straftaten

    Ein Mann griff in Villach Passanten mit einem Messer an und tötete einen Jugendlichen; fünf weitere Personen wurden verletzt. Das Landesgericht Klagenfurt verurteilte den Täter im Mai 2026 wegen Mordes, fünffachen Mordversuchs und terroristischer Straftaten zu lebenslanger Haft.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  8. 13. Februar 2025 Europa

    München, Deutschland

    Todesopfer: 2 Verletzte: 44 Art: Fahrzeug

    Zuordnung: laut Bundesanwaltschaft religiös motiviert, laut Generalstaatsanwaltschaft München und Oberlandesgericht München islamistisches Motiv

    Ein Autofahrer fuhr in München von hinten in den Zug einer Gewerkschaftsdemonstration; eine Frau und ihre zweijährige Tochter starben, nach Angaben der Bundesanwaltschaft wurden 44 weitere Personen verletzt (die Polizei hatte am Tag nach der Tat 36 Verletzte genannt). Das Oberlandesgericht München verurteilte den Fahrer im August 2026 zu lebenslanger Haft.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  9. 24. August 2024 Übrige Welt

    Barsalogho (Provinz Sanmatenga), Burkina Faso

    Todesopfer: 200 Verletzte: 140 Art: Schusswaffe

    Zuordnung: JNIM (Jama'at Nusrat al-Islam wal-Muslimin), mit Al-Qaida verbunden; bekannte sich laut Quellen zur Tat und erklärte, die Getöteten seien Soldaten und Milizionäre gewesen

    Am 24. August 2024 griffen Kämpfer der JNIM bei Barsalogho Menschen an, die für die Armee Schutzgräben aushoben. Quellen nennen mindestens bzw. bis zu 200 Tote (keine Regierungsangabe), Human Rights Watch bestätigte per Video mindestens 133, eine französische Einschätzung bis zu 600; laut HRW waren die Getöteten überwiegend Zivilpersonen.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  10. 23. August 2024 Europa

    Solingen, Deutschland

    Todesopfer: 3 Verletzte: 8 Art: Messer

    Zuordnung: Bekennung IS (laut Quelle); Bundesanwaltschaft: Mitgliedschaft in der Terrororganisation IS; Oberlandesgericht Düsseldorf: islamistischer Terroranschlag

    Bei einem Stadtfest in Solingen stach ein Mann auf Besucher ein und tötete drei Menschen; acht weitere wurden verletzt. Die Terrormiliz IS bekannte sich zur Tat, das Oberlandesgericht Düsseldorf verurteilte den Täter im September 2025 wegen Mordes zu lebenslanger Haft mit Sicherungsverwahrung.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  11. 31. Mai 2024 Europa

    Mannheim, Deutschland

    Todesopfer: 1 Verletzte: 5 Art: Messer

    Zuordnung: laut Bundesanwaltschaft Radikalisierung und Identifikation mit der Terrormiliz IS; Medien: islamistische Tat

    Ein Mann verletzte auf dem Marktplatz bei einer Kundgebung der Bürgerbewegung Pax Europa mit einem Messer fünf Teilnehmer und einen Polizisten; der Polizist starb zwei Tage später (sechs Verletzte insgesamt, fünf ohne den Verstorbenen). Das Oberlandesgericht Stuttgart verurteilte den Täter im September 2025 zu lebenslanger Haft.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  12. 22. März 2024 Übrige Welt

    Krasnogorsk bei Moskau (Konzerthalle Crocus City Hall), Russland

    Todesopfer: 144 Verletzte: keine Angabe Art: Gemischt

    Zuordnung: Gruppierung des Islamischen Staates bekannte sich (laut AP und BBC); russische Behörden machten laut AP ohne vorgelegte Belege auch die Ukraine und den Westen verantwortlich

    Am 22. März 2024 eröffneten bewaffnete Männer in der Konzerthalle Crocus City Hall bei Moskau das Feuer auf Besucher eines Konzerts und setzten das Gebäude in Brand. AP nannte 144 Tote, die BBC 145.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  13. 2. März 2024 Europa

    Zürich, Schweiz

    Todesopfer: 0 Verletzte: 1 Art: Messer

    Zuordnung: laut Medien Bekennung zum IS in einem Video vor der Tat; von den Medien als Terroranschlag bezeichnet

    Ein 15-Jähriger stach in Zürich einen 50-jährigen orthodoxen Juden mit einem Messer nieder und verletzte ihn lebensgefährlich. Vor der Tat nahm er ein Video auf, in dem er dem IS Treue schwor; die Quellen bezeichnen die Tat als Terroranschlag.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  14. 2. Dezember 2023 Europa

    Paris, Frankreich

    Todesopfer: 1 Verletzte: 2 Art: Gemischt

    Zuordnung: Einzeltäter (26, Franzose); laut Antiterror-Staatsanwalt Treueeid auf den IS in einem Video; als Beweggrund nannte er laut Innenminister das Sterben von Muslimen in Afghanistan und Palästina; Ermittlungen der Antiterror-Staatsanwaltschaft

    Am 2. Dezember 2023 griff ein 26-jähriger Mann nahe dem Eiffelturm in Paris Passanten mit Messer und Hammer an; ein deutscher Tourist starb, ein Franzose und ein Brite wurden verletzt. Die Antiterror-Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes und versuchten Mordes im Zusammenhang mit einer terroristischen Vereinigung; der Staatspräsident sprach von einem Terroranschlag.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  15. 16. Oktober 2023 Europa

    Brüssel, Belgien

    Todesopfer: 2 Verletzte: 1 Art: Schusswaffe

    Zuordnung: Bundesstaatsanwaltschaft ermittelte wegen Terrorismus; der Täter bezeichnete sich in einem Video laut Reuters als Mitglied, laut Le Monde und BBC als vom «Islamischen Staat» inspiriert; Regierungschef: Terrorakt

    Ein Schütze erschoss mit einem automatischen Gewehr zwei schwedische Fussballfans in Brüssel und verletzte einen dritten Mann schwer, kurz vor dem Länderspiel Belgien gegen Schweden. Der Täter wurde am nächsten Morgen bei einem Polizeieinsatz in einem Café in Schaerbeek erschossen.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  16. 15. Oktober 2023 Europa

    Hartlepool, Vereinigtes Königreich

    Todesopfer: 1 Verletzte: 1 Art: Messer

    Zuordnung: Einzeltäter; laut BBC islamistischer Extremist (laut Anklage extreme Auslegung des Islam), als Anlass nannte er den Gaza-Konflikt; Gericht: terroristischer Akt

    Ein Mann stach in Hartlepool zunächst einen Mitbewohner nieder, der überlebte, und danach auf der Strasse einen 70-jährigen Passanten, der starb. Das Gericht verurteilte ihn 2024 wegen Mordes und Mordversuchs und bezeichnete die Tat als terroristischen Akt.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  17. 13. Oktober 2023 Europa

    Arras, Frankreich

    Todesopfer: 1 Verletzte: 3 Art: Messer

    Zuordnung: Einzeltäter (20, ehemaliger Schüler); laut Polizei wegen islamistischen Extremismus den Sicherheitsbehörden bekannt (Beobachtungsliste); Staatspräsident: islamistischer Terrorismus; Ermittlungen der Antiterror-Staatsanwaltschaft

    Am 13. Oktober 2023 erstach ein 20-jähriger ehemaliger Schüler an einer Schule in Arras einen Lehrer und verletzte drei weitere Personen; frühe Berichte (BBC, Guardian) nannten zwei Verletzte. Die Antiterror-Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes im Zusammenhang mit einer terroristischen Vereinigung, Frankreich setzte danach die höchste Terrorwarnstufe.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  18. 7. Oktober 2023 Übrige Welt

    Gaza-Umland (Kibbuzim, Nova-Festival u. a.), Israel

    Todesopfer: 1'139 Verletzte: keine Angabe Art: Gemischt

    Zuordnung: Hamas (AFP/France 24: «Palestinian Islamist movement Hamas»; palästinensische islamistische Bewegung)

    Am 7. Oktober 2023 drangen bewaffnete Männer der Hamas aus dem Gazastreifen nach Israel ein und griffen Ortschaften, Kibbuzim und ein Musikfestival an; zudem wurden Menschen als Geiseln genommen. Nach israelischen Sozialversicherungsdaten (AFP, Dezember 2023) starben 1.139 Menschen (695 Zivilpersonen, 71 Ausländer, 373 Sicherheitskräfte; ohne Angreifer); das Aussenministerium nannte rund 1.200, eine AFP-Neuzählung vom Mai 2024 ergab 1.189.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  19. 9. April 2023 Europa

    Duisburg, Deutschland

    Todesopfer: 1 Verletzte: keine Angabe Art: Messer

    Zuordnung: laut Oberlandesgericht Düsseldorf islamistisch motivierte Taten eines im Sinne der IS-Ideologie radikalisierten Täters; eine direkte Anbindung an den IS stellte das Gericht laut epd nicht fest

    Ein Mann erstach in der Nacht auf den 9. April 2023 in der Duisburger Innenstadt einen Mann. Neun Tage später griff derselbe Täter in einem Fitnessstudio vier Männer an, die überlebten (hier nicht mitgezählt); das Oberlandesgericht Düsseldorf verurteilte ihn zu lebenslanger Haft mit Sicherungsverwahrung.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  20. 10. November 2022 Europa

    Brüssel, Belgien

    Todesopfer: 1 Verletzte: 1 Art: Messer

    Zuordnung: Bundesstaatsanwaltschaft ermittelte wegen Mordes in terroristischem Kontext; laut Le Monde ein radikaler Islamist; 2025 wegen psychischer Störung als nicht schuldfähig interniert

    Ein Mann stach im Brüsseler Stadtteil Schaerbeek einen Polizisten in einem Streifenwagen mit einem Messer nieder und verletzte dessen Kollegen; laut Staatsanwaltschaft rief der Täter nach Aussage des Beifahrers «Allahu Akbar» und war dem Bedrohungsanalyseorgan OCAM als radikalisiert bekannt. Im Dezember 2025 ordnete die Brüsseler Ratskammer wegen einer psychischen Störung die Internierung an, ohne Prozess.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  21. 29. Oktober 2022 Übrige Welt

    Mogadischu (Zobe-Kreuzung, Bildungsministerium), Somalia

    Todesopfer: 121 Verletzte: 333 Art: Sprengstoff

    Zuordnung: Al-Shabaab (bekannte sich laut Quellen zur Tat; Reuters: «al Qaeda-linked Islamist group»)

    Am 29. Oktober 2022 explodierten nahe dem Bildungsministerium an einer Kreuzung in Mogadischu zwei Autobomben. Der Gesundheitsminister nannte am 1. November 121 Tote und 333 Verletzte; Quellen nennen zwischen 100 (Erstangabe des Präsidenten) und 121 Tote.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  22. 25. Juni 2022 Europa

    Oslo, Norwegen

    Todesopfer: 2 Verletzte: 21 Art: Schusswaffe

    Zuordnung: Einzeltäter; laut Polizei und Sicherheitsdienst PST extremer islamistischer Terrorakt; dem PST seit 2015 als Mitglied eines islamistischen Netzwerks bekannt

    Ein Mann schoss in der Nacht in der Osloer Innenstadt in und vor einer Bar, die auch von der LGBTQ-Gemeinschaft besucht wird. Zwei Menschen starben, 21 wurden verletzt, davon zehn schwer; die Polizei stufte die Tat als islamistischen Terrorakt ein.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  23. 18. Juni 2022 Übrige Welt

    Diallassagou und zwei weitere Dörfer (Gemeinde Bankass, Region Mopti), Mali

    Todesopfer: 132 Verletzte: keine Angabe Art: Schusswaffe

    Zuordnung: Katiba Macina (Amadou Kouffa), laut Regierung Malis mit Al-Qaida verbunden; keine Bekennung (laut Quellen)

    Am Wochenende des 18./19. Juni 2022 griffen bewaffnete Männer Diallassagou und zwei Nachbardörfer in der Gemeinde Bankass an. Die Regierung nannte 132 getötete Zivilpersonen; ein Vertreter aus Bankass sprach laut AFP von einer noch höheren Zahl.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  24. 2. März 2022 Europa

    Arles, Frankreich

    Todesopfer: 1 Verletzte: keine Angabe Art: Sonstiges

    Zuordnung: Einzeltäter (Mitgefangener, wegen Terrorismus verurteilt und laut franceinfo radikalisiert); die Antiterror-Staatsanwaltschaft übernahm den Fall; laut Innenminister «manifestement terroriste»; als Beweggrund nannte der Täter laut franceinfo Blasphemie

    Am 2. März 2022 griff ein wegen Terrorismus verurteilter Häftling in der Haftanstalt Arles einen Mitgefangenen an; das Opfer starb im März 2022 an den Folgen. Die Antiterror-Staatsanwaltschaft übernahm den Fall, der Täter wurde am 6. März 2022 wegen versuchten Mordes im Zusammenhang mit einer terroristischen Vereinigung förmlich beschuldigt.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  25. 15. Oktober 2021 Europa

    Leigh-on-Sea, Vereinigtes Königreich

    Todesopfer: 1 Verletzte: keine Angabe Art: Messer

    Zuordnung: Einzeltäter; laut Polizei möglicher Bezug zu islamistischem Extremismus; laut BBC wollte er sich dem IS anschliessen; laut Independent IS-Unterstützer

    Ein Mann stach in Leigh-on-Sea während einer Bürgersprechstunde einen Abgeordneten des britischen Unterhauses nieder, der starb. Er wurde 2022 wegen Mordes und der Vorbereitung terroristischer Handlungen verurteilt und erhielt lebenslange Haft ohne Aussicht auf Entlassung.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  26. 26. August 2021 Übrige Welt

    Flughafen Kabul (Abbey Gate), Afghanistan

    Todesopfer: 182 Verletzte: 200 Art: Sprengstoff

    Zuordnung: ISIS-K (Islamischer Staat – Provinz Chorasan); laut CNN bekannte sich die Gruppe zur Tat, ohne Beweise vorzulegen

    Am 26. August 2021 detonierte am Abbey Gate des Flughafens Kabul ein Selbstmordattentäter in einer Menschenmenge, zu der Afghanen gehörten, die das Land verlassen wollten; nach Angaben des Pentagons gab es nur eine Explosion. Laut AP stieg die Zahl der Toten auf 169 Afghanen und 13 US-Soldaten (zusammen 182); CNN meldete unter Berufung auf einen Beamten des afghanischen Gesundheitsministeriums mehr als 170 Tote sowie mindestens 200 Verletzte, zusätzlich zu den 13 US-Soldaten. Die Gruppe ISIS-K bekannte sich zur Tat.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  27. 23. April 2021 Europa

    Rambouillet, Frankreich

    Todesopfer: 1 Verletzte: 0 Art: Messer

    Zuordnung: Einzeltäter (36-jähriger tunesischer Staatsangehöriger); Antiterrorparquet übernahm wegen Tatablauf und Äusserungen des Täters; Staatspräsident: «islamistischer Terrorismus»

    Ein Mann stach im gesicherten Eingangsbereich des Polizeikommissariats Rambouillet (Yvelines) einer 49-jährigen Verwaltungsangestellten mit einem Messer in den Hals, sie starb kurz danach; ein Polizist erschoss den Angreifer. Das nationale Antiterrorparquet übernahm die Ermittlungen; laut Wikipedia gab es keine weiteren Verletzten.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  28. 21. März 2021 Übrige Welt

    Intazayene, Bakorat und Wistane (Region Tahoua), Niger

    Todesopfer: 137 Verletzte: keine Angabe Art: Schusswaffe

    Zuordnung: Mutmassliche Dschihadisten; laut BBC machte eine Sicherheitsquelle Kämpfer mit Verbindung zum Islamischen Staat verantwortlich (keine Bekennung genannt)

    Am 21. März 2021 griffen Bewaffnete auf Motorrädern die Dörfer Intazayene, Bakorat und Wistane in der Region Tahoua im Südwesten Nigers an. Die Regierung nannte am 22. März 137 Tote; örtliche Beamte hatten zunächst von mindestens 60 Toten gesprochen. Eine Bekennung wird in den Quellen nicht genannt.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  29. 2. Januar 2021 Übrige Welt

    Tchoma Bangou und Zaroumdareye (Gemeinde Tondikiwindi, Region Tillabéri), Niger

    Todesopfer: 100 Verletzte: 75 Art: Schusswaffe

    Zuordnung: Dschihadisten (laut Quellen; eine Bekennung wird in den abgerufenen Quellen nicht genannt)

    Am 2. Januar 2021 griffen Bewaffnete auf Motorrädern die Dörfer Tchoma Bangou und Zaroumdareye in der Region Tillabéri im Westen Nigers an. Ministerpräsident Brigi Rafini nannte 100 Tote; ein Bürgermeister sprach von bis zu 70 Toten in Tchoma Bangou und 30 in Zaroumdareye sowie von 75 Verletzten, ein früherer Minister aus der Region schätzte 83 Tote. Die Quellen schreiben die Tat Dschihadisten zu; Rafini nannte keine Verantwortlichen.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  30. 28. November 2020 Übrige Welt

    Koshobe bei Maiduguri (Bundesstaat Borno), Nigeria

    Todesopfer: 110 Verletzte: keine Angabe Art: Gemischt

    Zuordnung: Boko Haram (laut Quellen mutmasslich; eine Bekennung wird in den abgerufenen Quellen nicht genannt)

    Bewaffnete auf Motorrädern überfielen am 28. November 2020 das Dorf Koshobe nahe Maiduguri und töteten Landarbeiter auf Reisfeldern, die nach Angaben einer regierungsnahen Miliz aus dem Bundesstaat Sokoto stammten und gefesselt wurden. Der UN-Koordinator für humanitäre Hilfe, Edward Kallon, nannte am 29. November mindestens 110 getötete Zivilpersonen; Erstmeldungen und die Zahl der am selben Tag bestatteten Leichen lagen bei 43, eine weitere Meldung bei mindestens 70. Der Angriff wurde Boko Haram zugeschrieben.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  31. 24. November 2020 Europa

    Lugano, Schweiz

    Todesopfer: 0 Verletzte: 2 Art: Messer

    Zuordnung: laut Bundesanwaltschaft terroristisches bzw. islamistisches Motiv; Verteidigung machte schwere psychische Probleme geltend

    Eine Frau griff im Warenhaus Manor in Lugano zwei Kundinnen mit einem Brotmesser an und verletzte eine davon schwer; Zeugen hörten sie «Allahu akbar» rufen. Die Täterin wurde wegen versuchten Mordes verurteilt, die Bundesanwaltschaft ging von einem terroristischen bzw. islamistischen Motiv aus.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  32. 2. November 2020 Europa

    Wien (Innenstadt), Österreich

    Todesopfer: 4 Verletzte: 23 Art: Schusswaffe

    Zuordnung: Bekennung IS (laut Quelle); laut österreichischem Innenministerium islamistischer Terrorist

    Ein Mann schoss im Ausgehviertel der Wiener Innenstadt auf Passanten und tötete vier Personen; 23 weitere wurden verletzt (am Folgetag wurden 22 gemeldet). Der Täter wurde von der Polizei erschossen; das Innenministerium sprach von einem islamistischen Anschlag.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  33. 29. Oktober 2020 Europa

    Nizza, Frankreich

    Todesopfer: 3 Verletzte: 0 Art: Messer

    Zuordnung: Einzeltäter (21-jähriger tunesischer Staatsangehöriger); Staatspräsident: «islamistischer Terroranschlag»; Antiterrorparquet ermittelt wegen Tötungen im Zusammenhang mit einer terroristischen Vereinigung

    Ein Mann griff am Morgen in der Basilika Notre-Dame in Nizza mit einem Messer Menschen an und tötete drei Personen, darunter nach Angaben der Quelle den Kirchendiener; die Polizei schoss den Täter an und nahm ihn fest. Als Verletzter wird laut Wikipedia nur der Täter geführt.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  34. 16. Oktober 2020 Europa

    Conflans-Sainte-Honorine, Frankreich

    Todesopfer: 1 Verletzte: keine Angabe Art: Messer

    Zuordnung: Einzeltäter (18-jähriger Flüchtling); Staatspräsident: «islamistischer Terroranschlag»; Antiterrorparquet ermittelt wegen Mordes im Zusammenhang mit einer terroristischen Vereinigung

    Ein 18-Jähriger tötete in Conflans-Sainte-Honorine bei Paris einen Geschichtslehrer mit einem Messer und trennte ihm den Kopf ab; der Lehrer hatte im Unterricht Mohammed-Karikaturen behandelt. Die Polizei erschoss den Täter kurz danach im benachbarten Éragny. Weitere Verletzte werden in den Quellen nicht genannt.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  35. 4. Oktober 2020 Europa

    Dresden, Deutschland

    Todesopfer: 1 Verletzte: 1 Art: Messer

    Zuordnung: laut Bundesanwaltschaft und Bundesjustizministerin islamistischer Hintergrund

    Ein Mann griff in Dresden zwei Touristen mit einem Messer an; ein Mann starb, ein weiterer wurde schwer verletzt. Die Bundesanwaltschaft ging von einem radikalislamistischen Hintergrund der Tat aus.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  36. 12. September 2020 Europa

    Morges, Schweiz

    Todesopfer: 1 Verletzte: 0 Art: Messer

    Zuordnung: laut Bundesstrafgericht und Medien dschihadistisch motivierter IS-Sympathisant

    Ein Mann stach in einem Imbiss in Morges auf einen 29-jährigen Gast ein, der noch vor Ort starb. Das Bundesstrafgericht verurteilte den Täter zu 20 Jahren Haft; die Quellen sprechen von einem dschihadistisch motivierten Anschlag.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  37. 20. Juni 2020 Europa

    Reading, Vereinigtes Königreich

    Todesopfer: 3 Verletzte: 3 Art: Messer

    Zuordnung: Einzeltäter; laut Guardian vom Gericht als dschihadistischer Anschlag eingestuft (laut Anklage Akt des religiösen Dschihad); laut Guardian früher Teil einer als islamistisch-extremistisch geltenden Miliz in Libyen

    Ein Mann stach in einem Park in Reading auf Menschen ein und tötete drei Männer; drei weitere wurden verletzt. Das Gericht verurteilte ihn 2021 zu lebenslanger Haft ohne Aussicht auf Entlassung und stufte die Tat als terroristisch mit religiösem Hintergrund ein.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  38. 4. April 2020 Europa

    Romans-sur-Isère, Frankreich

    Todesopfer: 2 Verletzte: 5 Art: Messer

    Zuordnung: Einzeltäter (sudanesischer Flüchtling); Antiterrorparquet ermittelte wegen terroristischer Morde; 2025 Verurteilung als terroristische Tat bei eingeschränkter Schuldfähigkeit

    Ein Mann griff in Romans-sur-Isère (Drôme) in Geschäften und auf der Strasse mit Messern an, tötete zwei Menschen und verletzte fünf weitere. Das nationale Antiterrorparquet übernahm noch am selben Tag; nach Zeugenaussagen soll der Täter «Allahu akbar» gerufen haben, bei ihm fanden sich handschriftliche Blätter, in denen er das Leben in einem «Land der Ungläubigen» beklagt, und sein Telefon zeigte den Besuch dschihadistischer Websites.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  39. 3. Januar 2020 Europa

    Villejuif, Frankreich

    Todesopfer: 1 Verletzte: 2 Art: Messer

    Zuordnung: Einzeltäter mit schwerer psychischer Vorerkrankung; laut Antiterrorparquet (PNAT) «sichere Radikalisierung» und organisierte Vorbereitung, salafistische Schriften im Rucksack

    Ein 22-Jähriger griff im Park Hautes-Bruyères in Villejuif drei Personen mit einem Messer an, ein 56-jähriger Mann starb; die Polizei erschoss den Angreifer. Das nationale Antiterrorparquet (PNAT) übernahm den Fall, weil die Ermittlungen laut seiner Mitteilung eine Radikalisierung und eine überlegte, selektive Tatausführung belegten; zugleich nennen die Quellen schwere psychiatrische Vorerkrankungen.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  40. 29. November 2019 Europa

    London (Fishmongers' Hall, London Bridge), Vereinigtes Königreich

    Todesopfer: 2 Verletzte: 3 Art: Messer

    Zuordnung: Einzeltäter, zuvor wegen eines al-Qaida-inspirierten Terrorkomplotts (u. a. Plan eines dschihadistischen Trainingslagers) verurteilt; die Polizei stufte die Tat als terroristischen Vorfall ein; der IS reklamierte die Tat über sein Sprachrohr Amaq ohne Belege für sich (Al Jazeera)

    Ein 2012 wegen Terrordelikten verurteilter, auf Bewährung entlassener Mann stach bei einer Veranstaltung in der Fishmongers' Hall und auf der London Bridge auf Menschen ein; die Polizei erschoss ihn. Zwei Menschen starben, drei wurden verletzt.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  41. 3. Oktober 2019 Europa

    Paris, Frankreich

    Todesopfer: 4 Verletzte: 1 Art: Messer

    Zuordnung: Einzeltäter (Mitarbeiter der Präfektur, Konvertit); laut nationalem Antiterrorparquet (PNAT) terroristisches Motiv, Ziel sei gewesen, «Ungläubige zu töten»

    Ein Mitarbeiter der Pariser Polizeipräfektur auf der Île de la Cité tötete mit einem Messer vier Personen, darunter drei Polizeibedienstete, und wurde von der Polizei erschossen; mindestens eine weitere Person wurde schwer verletzt. Zunächst ermittelte die Staatsanwaltschaft wegen Mordes, einen Tag später übernahm das PNAT; laut Le Monde (2024) beantragte es die Einstellung des Verfahrens, da keine Mittäter ermittelt wurden, hielt aber das terroristische Motiv fest.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  42. 21. April 2019 Übrige Welt

    Colombo, Negombo und Batticaloa, Sri Lanka

    Todesopfer: 269 Verletzte: 500 Art: Sprengstoff

    Zuordnung: Islamischer Staat (Bekennung laut Quellen); die Behörden machten zunächst die einheimische Gruppe National Thowheed Jamath verantwortlich

    Am Ostersonntag, dem 21. April 2019, zündeten Selbstmordattentäter Sprengsätze in drei Kirchen (Colombo, Negombo, Batticaloa) und in drei Hotels in Colombo. Nach dem Bericht eines parlamentarischen Ausschusses lag die endgültige Zahl der Toten bei 269 (ohne die Täter); zunächst waren 359 gemeldet worden, die Regierung korrigierte die Zahl später nach unten. Rund 500 Menschen wurden verletzt. Die Behörden machten zunächst die Gruppe National Thowheed Jamath verantwortlich, der Islamische Staat bekannte sich zu den Anschlägen.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  43. 18. März 2019 Europa

    Utrecht, Niederlande

    Todesopfer: 4 Verletzte: 6 Art: Schusswaffe

    Zuordnung: Einzeltäter; vom Gericht wegen Mordes mit terroristischem Oogmerk verurteilt; laut AP radikalisierter Muslim, ein Zettel im Fluchtwagen nennt die Religion als Beweggrund

    Ein Mann schoss am 24 Oktoberplein in Utrecht in einer Strassenbahn und in deren Umgebung auf Menschen; vier starben (einer erst eine Woche später), sechs wurden verletzt. Das Gericht verurteilte ihn 2020 wegen Mordes mit terroristischem Oogmerk zu lebenslanger Haft.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  44. 11. Dezember 2018 Europa

    Strassburg, Frankreich

    Todesopfer: 5 Verletzte: 11 Art: Schusswaffe

    Zuordnung: Bekennung IS (vom IS-Medium Amaq nach dem Tod des Täters als Einsatz eines Soldaten bezeichnet); laut franceinfo wurde auf einem USB-Stick des Täters ein Treuevideo zum IS gefunden; der Täter stand auf einer Gefährderliste (fiche S)

    Am 11. Dezember 2018 schoss ein Mann im Zentrum von Strassburg am Weihnachtsmarkt auf Passanten; fünf Menschen starben, elf wurden verletzt; frühe Berichte nannten weniger Tote, weil mehrere Verletzte erst in den folgenden Tagen starben. Die Polizei erschoss den Täter am 13. Dezember.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  45. 25. Juli 2018 Übrige Welt

    As-Suwayda und Dörfer der Provinz As-Suwayda, Syrien

    Todesopfer: 215 Verletzte: 180 Art: Gemischt

    Zuordnung: Islamischer Staat (laut Quellen Bekennung durch den IS)

    Am 25. Juli 2018 wurden die mehrheitlich drusisch bewohnte Stadt As-Suwayda und Dörfer der gleichnamigen Provinz im Südwesten Syriens mit mehreren Selbstmordanschlägen und Angriffen auf Wohnhäuser angegriffen. Die Gesundheitsbehörde nannte 215 Tote und 180 Verletzte; die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte zählte 221 Tote, darunter 127 Zivilpersonen, ein lokaler Beamter gegenüber AP 204, das UN-Koordinationsbüro OCHA zunächst mindestens 166. Unter den Toten waren laut Quellen auch Angehörige regierungsnaher Kräfte. Der Islamische Staat bekannte sich zu den Angriffen.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  46. 13. Juli 2018 Übrige Welt

    Darengarh bei Mastung (Provinz Belutschistan), Pakistan

    Todesopfer: 149 Verletzte: 189 Art: Sprengstoff

    Zuordnung: Islamischer Staat (laut Quellen Bekennung über die IS-Agentur Amaq); laut Al Jazeera erhob zudem eine Gruppierung der pakistanischen Taliban Anspruch auf die Tat

    Ein Selbstmordattentäter zündete bei einer Wahlkampfveranstaltung der Balochistan Awami Party in der Gegend von Mastung (Darengarh) seinen Sprengstoff. Ein ranghoher Beamter nannte am 15. Juli 2018 149 Tote und 189 Verletzte; Erstmeldungen sprachen von 128 Toten. Der Islamische Staat bekannte sich zur Tat.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  47. 29. Mai 2018 Europa

    Lüttich, Belgien

    Todesopfer: 3 Verletzte: 4 Art: Gemischt

    Zuordnung: Staatsanwaltschaft: terroristischer Mord und versuchter terroristischer Mord; laut Reuters radikalisierter Einzeltäter; Bekennung IS ohne Beleg (laut BBC und Guardian)

    Ein Häftling auf Freigang stach in Lüttich zwei Polizistinnen mit einem Messer nieder und erschoss sie mit deren Dienstwaffen; ausserdem erschoss er einen 22-jährigen Mann in einem Auto und wurde danach von der Polizei erschossen; vier Polizisten wurden verletzt. Der Täter steht laut Reuters und BBC im Verdacht, in der Nacht zuvor eine weitere Person getötet zu haben (nicht mitgezählt; Zählungen inklusive Täter ergeben 4 Tote).

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  48. 12. Mai 2018 Europa

    Paris, Frankreich

    Todesopfer: 1 Verletzte: 4 Art: Messer

    Zuordnung: Bekennung IS (der IS nannte den Täter einen seiner Soldaten); von den französischen Behörden als mutmasslicher Terroranschlag behandelt, die Antiterror-Staatsanwaltschaft ermittelte

    Am 12. Mai 2018 griff ein Mann im Pariser Opéra-Viertel Passanten mit einem Messer an, tötete einen Mann und verletzte vier weitere Personen; die Polizei erschoss den Angreifer. Spätere Berichte nennen fünf Verletzte.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  49. 23. März 2018 Europa

    Carcassonne/Trèbes, Frankreich

    Todesopfer: 4 Verletzte: 15 Art: Gemischt

    Zuordnung: Einzeltäter mit Treueschwur auf den IS; laut Staatsanwaltschaft seit 2014 wegen Kontakten zur salafistischen Szene auf einer Beobachtungsliste; der Staatspräsident sprach von islamistischem Terrorismus

    Am 23. März 2018 tötete ein Mann in Carcassonne einen Autoinsassen, schoss auf Polizisten und nahm danach in einem Supermarkt in Trèbes Geiseln, wobei er zwei Menschen tötete; ein Gendarm, der sich gegen eine Geisel austauschte, erlag seinen Verletzungen. Der Täter wurde von der Polizei erschossen; Quellen nennen teils 15, teils 16 Verletzte.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  50. 27. Januar 2018 Übrige Welt

    Kabul, Afghanistan

    Todesopfer: 103 Verletzte: 235 Art: Sprengstoff

    Zuordnung: Taliban (laut Quellen Bekennung durch die Taliban)

    Ein Attentäter passierte mit einem sprengstoffbeladenen Krankenwagen einen Kontrollpunkt, indem er angab, einen Patienten ins Krankenhaus zu bringen, und zündete die Ladung in einer belebten Strasse in Kabul. Der afghanische Innenminister nannte am Folgetag 103 Tote und 235 Verletzte; Erstmeldungen sprachen von 95 Toten, andere Quellen von 191 Verletzten. Die Taliban bekannten sich zur Tat.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  51. 24. November 2017 Übrige Welt

    Rawda-Moschee bei Bir al-Abed (Nordsinai), Ägypten

    Todesopfer: 305 Verletzte: 128 Art: Gemischt

    Zuordnung: Keine Bekennung; laut ägyptischem Generalstaatsanwalt trugen die Angreifer die Flagge des IS (NBC News); laut BBC sind IS-nahe Kämpfer für viele Anschläge in der Region verantwortlich, laut CNN deuten Ort und Methode auf den IS in Nord-Sinai

    Am 24. November 2017 wurde die Rawda-Moschee bei Bir al-Abed im Nordsinai während des Freitagsgebets angegriffen: Angreifer zündeten Sprengsätze und schossen anschliessend auf fliehende Besucher. Keine Gruppe bekannte sich. Der ägyptische Generalstaatsanwalt nannte 305 Tote, darunter mindestens 27 Kinder, und 128 Verletzte (NBC News, Mada Masr); BBC und CNN nannten rund bzw. mehr als 300, staatliche Medien zunächst 235 Tote (Al Jazeera).

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  52. 14. Oktober 2017 Übrige Welt

    Mogadischu, Somalia

    Todesopfer: 587 Verletzte: 316 Art: Sprengstoff

    Zuordnung: Keine Bekennung; laut somalischen Sicherheitsbeamten al-Shabaab, nach Guardian eine islamistische Gruppe in Somalia

    Am 14. Oktober 2017 explodierte an einer belebten Kreuzung in Mogadischu ein Lastwagen mit Sprengstoff, weniger als zwei Stunden später eine zweite Bombe im Bezirk Medina. Keine Gruppe bekannte sich; somalische Sicherheitsbeamte nannten al-Shabaab. Ein von der Regierung eingesetztes Komitee nannte im März 2018 abschliessend 587 Tote und 316 Schwerverletzte; frühere Zählungen lagen bei 320 (Guardian, 16. Oktober) und 512 (Dezember 2017).

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  53. 1. Oktober 2017 Europa

    Marseille, Frankreich

    Todesopfer: 2 Verletzte: keine Angabe Art: Messer

    Zuordnung: Bekennung IS (der IS nannte den Täter einen seiner Soldaten); laut Zeugen und Polizeiquellen Ruf «Allahu akbar»; die tunesische Regierung stellte nach eigenen Angaben keine Verbindungen zu Terrorgruppen fest

    Am 1. Oktober 2017 erstach ein Mann am Bahnhof Saint-Charles in Marseille zwei junge Frauen mit einem Messer; patrouillierende Soldaten erschossen ihn. Die Pariser Antiterror-Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen auf.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  54. 18. August 2017 Europa

    Turku, Finnland

    Todesopfer: 2 Verletzte: 8 Art: Messer

    Zuordnung: Einzeltäter; vom Gericht als terroristische Tat verurteilt; laut Yle wollte er sich dem IS anschliessen, laut HS-Urteilsbericht entsprach die Tat einem typischen IS-Anschlag

    Ein Mann stach in der Innenstadt von Turku auf zehn Menschen ein; zwei starben, acht wurden verletzt. Das Gericht verurteilte ihn 2018 wegen zweifachen Mordes und achtfachen Mordversuchs mit terroristischer Absicht zu lebenslanger Haft.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  55. 17. August 2017 Europa

    Barcelona, Spanien

    Todesopfer: 16 Verletzte: 126 Art: Gemischt

    Zuordnung: Laut Audiencia Nacional (Urteil 2021) dschihadistische Zelle; Bekennung IS (laut BBC und RTVE)

    Am 17. August 2017 fuhr ein Lieferwagen auf der Rambla in Barcelona in Passanten; in der Nacht darauf fuhren Mitglieder derselben Zelle in Cambrils in Passanten und griffen mit Messern an. Insgesamt starben 16 Menschen (RTVE: 15 in Barcelona, 1 in Cambrils), am Vortag war in Alcanar ein von der Zelle zur Sprengstoffherstellung genutztes Haus explodiert, wobei zwei Zellenmitglieder starben (nicht mitgezählt); Quellen nennen 126 bis über 130 Verletzte.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  56. 28. Juli 2017 Europa

    Hamburg-Barmbek, Deutschland

    Todesopfer: 1 Verletzte: 6 Art: Messer

    Zuordnung: laut Staatsschutzsenat des Hanseatischen Oberlandesgerichts Einzeltäter, durch IS-Propaganda beeinflusst, religiöse Motive; laut Bundesanwaltschaft islamistischer Hintergrund naheliegend

    Ein Mann stach in einem Supermarkt im Stadtteil Barmbek mit einem Küchenmesser auf Kunden ein und verletzte danach auf der Strasse weitere Passanten. Ein Mann starb, sechs Personen wurden verletzt (Quellen nennen teils sieben); das Gericht verurteilte den Täter zu lebenslanger Haft.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  57. 3. Juni 2017 Europa

    London (London Bridge, Borough Market), Vereinigtes Königreich

    Todesopfer: 8 Verletzte: 48 Art: Gemischt

    Zuordnung: Drei Angreifer, von der Polizei erschossen; laut Independent bekannte sich der IS über sein Sprachrohr Amaq zur Tat

    Drei Angreifer fuhren auf der London Bridge mit einem Fahrzeug in Passanten und stachen danach im Borough Market auf Menschen ein; die Polizei erschoss sie. Acht Menschen starben, 48 wurden verletzt (frühe Meldungen nannten sieben Tote).

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  58. 31. Mai 2017 Übrige Welt

    Kabul (Diplomatenviertel), Afghanistan

    Todesopfer: 150 Verletzte: keine Angabe Art: Sprengstoff

    Zuordnung: Keine Bekennung; die Taliban bestritten die Verantwortung, der afghanische Geheimdienst NDS machte das Taliban-nahe Haqqani-Netzwerk verantwortlich (laut CNN und NPR)

    Am 31. Mai 2017 explodierte in Kabul am Eingang zum Diplomatenviertel ein mit Sprengstoff beladener Lastwagen. Keine Gruppe bekannte sich; die Taliban bestritten die Tat, der Geheimdienst NDS nannte das Haqqani-Netzwerk. Erste amtliche Zählungen lagen bei rund 90 Toten; Präsident Ghani nannte am 6. Juni mehr als 150 Tote, ohne den Anstieg zu erklären (NPR).

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  59. 22. Mai 2017 Europa

    Manchester, Vereinigtes Königreich

    Todesopfer: 22 Verletzte: 264 Art: Sprengstoff

    Zuordnung: Selbstmordattentäter; laut Guardian bekannte sich der IS zur Tat, die Polizei fand dafür keine Belege; laut Guardian lagen dem Inlandsgeheimdienst MI5 Hinweise auf IS-Unterstützung vor

    Ein Selbstmordattentäter zündete in der Manchester Arena nach einem Konzert eine Bombe. 22 Menschen starben; laut Anklage wurden 264 körperlich verletzt und rund 670 weitere meldeten psychische Folgen (andere Angaben nennen über 800 bzw. fast 1.000 Verletzte oder Betroffene insgesamt).

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  60. 20. April 2017 Europa

    Paris, Frankreich

    Todesopfer: 1 Verletzte: 3 Art: Schusswaffe

    Zuordnung: Bekennung IS (der IS nannte den Angreifer einen seiner Kämpfer; laut Guardian ohne Belege); der Staatspräsident bezeichnete den Anschlag als terroristischer Natur

    Am 20. April 2017 eröffnete ein Mann auf der Pariser Champs-Élysées das Feuer auf Polizisten und erschoss einen von ihnen; zwei weitere Polizisten und eine Touristin wurden verletzt. Die Polizei erschoss den Angreifer.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  61. 7. April 2017 Europa

    Stockholm, Schweden

    Todesopfer: 5 Verletzte: 10 Art: Fahrzeug

    Zuordnung: Einzeltäter; laut BBC Sympathisant des IS (der IS bekannte sich nicht zur Tat); wegen Terrorverbrechens verurteilt; laut Anklage wollte er Schweden zum Ausstieg aus der Koalition gegen den IS bewegen

    Ein Mann steuerte in Stockholm einen gekaperten Lastwagen die Fussgängerstrasse Drottninggatan entlang in Passanten und in ein Warenhaus; fünf Menschen starben, nach Angaben der BBC wurden zehn verletzt (andere Quellen nennen 15). Der Täter wurde 2018 zu lebenslanger Haft verurteilt.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  62. 22. März 2017 Europa

    London (Westminster), Vereinigtes Königreich

    Todesopfer: 5 Verletzte: keine Angabe Art: Gemischt

    Zuordnung: Einzeltäter; laut Polizei von internationalem und islamistisch bezogenem Terrorismus inspiriert; laut Polizei bisher kein Nachweis einer Verbindung zu IS oder al-Qaida

    Ein Mann fuhr auf der Westminster Bridge mit einem Auto in Passanten und stach im Bereich des Parlamentsgebäudes einen Polizisten nieder; der Angreifer wurde erschossen. Fünf Menschen starben (frühe Meldungen nannten vier); die Verletztenzahl wird uneinheitlich angegeben (BBC: mindestens 40; Guardian: 29 Schwerverletzte).

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  63. 19. Dezember 2016 Europa

    Berlin (Breitscheidplatz), Deutschland

    Todesopfer: 13 Verletzte: 67 Art: Fahrzeug

    Zuordnung: Bekennung IS (laut Quelle); Medien stufen die Tat als islamistischen Terroranschlag ein

    Ein Lastwagen fuhr auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz in eine Menschenmenge; zuvor war der Fahrer des Lastwagens erschossen worden. Zwölf Menschen starben durch die Tat, darunter dieser Fahrer; ein Ersthelfer starb im Oktober 2021 an den Folgen seiner Verletzungen, seither werden 13 Todesopfer gezählt. Laut Abgeordnetenhaus Berlin wurden mindestens 67 Menschen verletzt (Medien nannten teils rund 70).

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  64. 26. Juli 2016 Europa

    Saint-Étienne-du-Rouvray, Frankreich

    Todesopfer: 1 Verletzte: 1 Art: Geiselnahme

    Zuordnung: Bekennung IS: beide Täter bezeichneten sich laut BBC als Angehörige des IS; der Staatspräsident sprach von einem Terrorakt zweier Anhänger des IS (Guardian)

    Zwei Angreifer nahmen am 26. Juli 2016 während einer Messe in einer Kirche bei Rouen fünf Personen als Geiseln und töteten den Priester; eine Geisel wurde schwer verletzt. Die Polizei erschoss beide Angreifer beim Verlassen der Kirche.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  65. 14. Juli 2016 Europa

    Nizza, Frankreich

    Todesopfer: 86 Verletzte: 450 Art: Fahrzeug

    Zuordnung: Bekennung IS (der IS bezeichnete den Fahrer als einen seiner Anhänger); die Ermittler fanden laut Al Jazeera und AFP keine konkreten Belege für eine Verbindung zur Organisation

    Am 14. Juli 2016 fuhr ein Mann mit einem 19-Tonnen-Lastwagen auf der Promenade des Anglais in Nizza in eine Menschenmenge beim Feuerwerk zum Nationalfeiertag; 86 Menschen starben, rund 450 wurden verletzt. Der Fahrer wurde von der Polizei erschossen; frühe Berichte nannten 84 Tote (spätere Todesfälle erhöhten die Zahl), die Zahl der Verletzten wird teils mit mehr als 450 angegeben.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  66. 3. Juli 2016 Übrige Welt

    Karrada (Bagdad), Irak

    Todesopfer: 292 Verletzte: keine Angabe Art: Sprengstoff

    Zuordnung: Bekennung IS (laut AFP und Al Jazeera)

    Am 3. Juli 2016 zündete ein Attentäter im Bagdader Stadtteil Karrada einen mit Sprengstoff beladenen Minibus; viele Opfer waren in brennenden Gebäuden eingeschlossen. Der IS bekannte sich zu dem Anschlag in dem mehrheitlich schiitischen Viertel. BBC und AFP nannten später 292 Tote (neue Zählung vom 7. Juli), Al Jazeera mehr als 200.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  67. 13. Juni 2016 Europa

    Magnanville, Frankreich

    Todesopfer: 2 Verletzte: keine Angabe Art: Messer

    Zuordnung: Einzeltäter mit Treueschwur auf den IS in einem Video; zuvor wegen Beteiligung an einem dschihadistischen Rekrutierungsnetz verurteilt; vom Staatspräsidenten als Terrorakt bezeichnet

    Am 13. Juni 2016 erstach ein Mann in ihrem Haus in Magnanville westlich von Paris einen Polizeikommandanten und dessen Partnerin; der dreijährige Sohn des Paars überlebte. Der Täter wurde bei der Stürmung des Hauses von der Polizei erschossen.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  68. 22. März 2016 Europa

    Brüssel und Zaventem, Belgien

    Todesopfer: 35 Verletzte: 340 Art: Sprengstoff

    Zuordnung: Bekennung IS (laut BBC); laut Guardian und DW Zelle der Gruppe «Islamischer Staat», 2023 sechs Männer wegen terroristischen Mordes verurteilt

    Zwei Selbstmordattentäter sprengten sich am Flughafen Zaventem in die Luft, ein dritter in der Metrostation Maelbeek in Brüssel; 32 Menschen starben bei den Anschlägen oder kurz danach (ohne die drei Täter), 340 wurden laut Krisenzentrum verletzt (Medien nennen teils «mehr als 300»). Das Schwurgericht erkannte 2023 drei später gestorbene Überlebende als weitere Todesopfer an; die amtliche Bilanz liegt damit bei 35 Toten (RTBF).

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  69. 21. Februar 2016 Übrige Welt

    Sayyida Zainab (bei Damaskus) und Homs, Syrien

    Todesopfer: 140 Verletzte: keine Angabe Art: Sprengstoff

    Zuordnung: Bekennung IS (laut BBC, AFP und Middle East Eye)

    Am 21. Februar 2016 explodierten Autobomben und Selbstmordattentäter nahe dem schiitischen Sayyida-Zainab-Schrein bei Damaskus sowie im Stadtteil Al-Zahraa in Homs. Der IS bekannte sich zu den Anschlägen. Die BBC nannte mindestens 140 Tote (83 in Damaskus laut staatlichen Medien, 57 in Homs laut Beobachtungsstelle), AFP und Middle East Eye mindestens 142; die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte zählte für Damaskus 68 Tote.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  70. 18. Februar 2016 Europa

    Rochdale, Vereinigtes Königreich

    Todesopfer: 1 Verletzte: keine Angabe Art: Sonstiges

    Zuordnung: Täter laut BBC ein Unterstützer des IS, der nach der Tat ins Ausland floh (laut BBC nach Syrien); der Fahrer des Fluchtwagens wurde wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt, ein dritter Mann wegen Fluchthilfe; laut öffentlicher Untersuchung (BBC 2025) ein Plan von IS-Extremisten

    Ein Imam wurde in einem Kinderspielbereich in Rochdale mit einem Hammer schwer verletzt und starb im Krankenhaus. Eine öffentliche Untersuchung stellte laut BBC einen Plan von IS-Extremisten fest, die seine Praxis eines islamischen Heilrituals als Schwarze Magie ansahen.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  71. 13. November 2015 Europa

    Paris, Frankreich

    Todesopfer: 130 Verletzte: 413 Art: Gemischt

    Zuordnung: Bekennung IS; laut dem französischen Staatspräsidenten ein vom IS organisierter Angriff (BBC)

    Am 13. November 2015 griffen koordinierte Gruppen von Schützen und Selbstmordattentätern in Paris und Saint-Denis ein Stadion, mehrere Restaurants und Bars sowie einen Konzertsaal an; 130 Menschen starben. Die Bilanz vom 1. März 2016 nennt 413 Verletzte (Que Choisir, Europe 1); frühere Angaben lagen bei rund 350 (AFP), der Guardian nannte 2022 mehr als 490, die BBC sprach von Hunderten.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  72. 31. Oktober 2015 Übrige Welt

    Nordsinai (Absturzstelle von Metrojet-Flug 9268), Ägypten

    Todesopfer: 224 Verletzte: keine Angabe Art: Sprengstoff

    Zuordnung: Bekennung der Sinai-Provinz des Islamischen Staates (laut BBC); Russland nannte am 17.11.2015 einen selbstgebauten Sprengsatz als Ursache (Guardian); die ägyptische Untersuchungskommission fand laut BBC im Dezember 2015 keine Belege für Terrorismus

    Ein Airbus A321 der Fluggesellschaft Metrojet stürzte am 31. Oktober 2015 nach dem Start in Sharm el-Sheikh über dem Sinai ab; alle 224 Insassen kamen ums Leben. Russland erklärte einen Sprengsatz zur Ursache und der IS-Ableger auf dem Sinai bekannte sich, während die ägyptischen Ermittler im Dezember 2015 keine Belege für einen Terrorakt sahen.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  73. 10. Oktober 2015 Übrige Welt

    Ankara (nahe dem Hauptbahnhof), Türkei

    Todesopfer: 102 Verletzte: keine Angabe Art: Sprengstoff

    Zuordnung: keine Bekennung; die türkische Regierung bezeichnete den Islamischen Staat als Hauptverdächtigen (laut Guardian und BBC)

    Am 10. Oktober 2015 explodierten bei einer Friedenskundgebung nahe dem Hauptbahnhof von Ankara zwei Bomben. Die Staatsanwaltschaft Ankara nannte am 16. Oktober 102 Tote; Erstmeldungen lagen bei 95 bis 97.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  74. 17. Juli 2015 Übrige Welt

    Khan Bani Saad (Provinz Diyala), Irak

    Todesopfer: 120 Verletzte: 130 Art: Sprengstoff

    Zuordnung: Bekennung des Islamischen Staates (laut BBC und CNN)

    Am 17. Juli 2015, am Vorabend des Fastenbrechenfestes, explodierte auf einem Markt in Khan Bani Saad (Provinz Diyala) eine Bombe in einem Lastwagen; die Stadt ist mehrheitlich schiitisch. Der Provinzgouverneur nannte 120 Tote, die Washington Post meldete später bis zu 130.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  75. 26. Juni 2015 Europa

    Saint-Quentin-Fallavier, Frankreich

    Todesopfer: 1 Verletzte: 2 Art: Gemischt

    Zuordnung: Einzeltäter; laut Staatsanwaltschaft seit 2006 wegen radikal-islamistischer Aktivitäten beobachtet; am Tatort Flaggen mit arabischen Inschriften; der Staatspräsident sprach von einem Terroranschlag

    Am 26. Juni 2015 tötete ein Lieferwagenfahrer seinen Arbeitgeber durch Enthauptung und fuhr danach auf das Gelände einer Gasfabrik bei Lyon, wo es zu einer Explosion kam; zwei Personen wurden verletzt. Die französischen Behörden leiteten Terrorermittlungen ein.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  76. 25. Juni 2015 Übrige Welt

    Kobane (Ain al-Arab) und Dorf Barkh Botan, Syrien

    Todesopfer: 223 Verletzte: 273 Art: Gemischt

    Zuordnung: Islamischer Staat (laut AP, AFP, Guardian, HRW und Syrischem Observatorium für Menschenrechte; HRW: Angreifer, die Behörden und Anwohner als IS identifizierten)

    Bewaffnete, die laut den Quellen dem IS angehörten, drangen am 25. Juni 2015 in die syrisch-kurdische Stadt Kobane ein, detonierten Autobomben und töteten Zivilpersonen, ebenso im Dorf Barkh Botan. Die Angaben zu toten Zivilpersonen reichten je nach Quelle und Zeitpunkt von 120 bis 262; übernommen ist die Zählung des Syrischen Observatoriums für Menschenrechte vom 28. Juni (223).

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  77. 19. April 2015 Europa

    Villejuif, Frankreich

    Todesopfer: 1 Verletzte: keine Angabe Art: Schusswaffe

    Zuordnung: Täter laut Ermittlern im Auftrag von Auftraggebern in der irakisch-syrischen Zone mit geplantem Anschlag auf Kirchen, laut AP von Extremisten des IS in Syrien geplant; 2020 wegen Mordes und versuchten terroristischen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt; er bestritt die Verantwortung für den Tod …

    Am 19. April 2015 wurde in Villejuif bei Paris eine Frau in ihrem Auto getötet; als Tatverdächtiger wurde ein Student festgenommen, der laut Ermittlern einen Anschlag auf Kirchen im Raum Paris vorbereitete. Er wurde wegen Mordes und Verbindung zu einer terroristischen Organisation angeklagt und 2020 von einem Pariser Strafgericht zu lebenslanger Haft verurteilt.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  78. 2. April 2015 Übrige Welt

    Garissa (Garissa University College), Kenia

    Todesopfer: 148 Verletzte: 79 Art: Schusswaffe

    Zuordnung: al-Shabaab (laut BBC und Guardian)

    Bewaffnete stürmten am 2. April 2015 das Garissa University College im Nordosten Kenias; laut Zeugen (BBC) erschossen sie gezielt Christen. Die offizielle Zahl der Toten lag bei 148, 79 Studierende wurden verletzt (BBC).

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  79. 20. März 2015 Übrige Welt

    Sanaa (Al-Badr- und Al-Hashoosh-Moschee), Jemen

    Todesopfer: 137 Verletzte: 345 Art: Sprengstoff

    Zuordnung: Bekennung des Islamischen Staates (laut BBC, Al Jazeera, CNN); der Guardian nennt eine Gruppe, die sich als jemenitischer Ableger des IS bezeichnete; Al Jazeera berichtet, Experten hielten die Bekennung für fragwürdig

    Selbstmordattentäter griffen am 20. März 2015 während des Freitagsgebets zwei Moscheen in Sanaa an, die von Anhängern der schiitischen Huthi-Rebellen besucht wurden. Quellen nennen 137 bis 142 Tote und rund 350 Verletzte.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  80. 14. Februar 2015 Europa

    Kopenhagen, Dänemark

    Todesopfer: 2 Verletzte: 5 Art: Schusswaffe

    Zuordnung: Einzeltäter; laut Chef des Nachrichtendienstes PET möglicherweise von militanter islamistischer Propaganda des IS inspiriert

    Ein Mann schoss in Kopenhagen zuerst bei einer Veranstaltung zur Meinungsfreiheit in einem Kulturzentrum und mehr als neun Stunden später bei der Hauptsynagoge. Zwei Menschen starben, fünf Polizisten wurden verletzt; Stunden später erschoss die Polizei den mutmasslichen Schützen.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  81. 7. Januar 2015 Europa

    Paris, Frankreich

    Todesopfer: 17 Verletzte: keine Angabe Art: Gemischt

    Zuordnung: Drei Täter: zwei laut Guardian mit Berufung auf al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP), der dritte mit Treueerklärung an den IS in einem Video; BBC nennt einen der Täter als verurteilten Islamisten

    Zwischen dem 7. und 9. Januar 2015 töteten drei Schützen im Grossraum Paris 17 Menschen: zwölf in der Redaktion des Satiremagazins Charlie Hebdo, eine Polizistin in Montrouge und vier Geiseln in einem koscheren Supermarkt. Die drei Täter wurden von der Polizei erschossen.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  82. 3. Januar 2015 Übrige Welt

    Baga und umliegende Orte (Bundesstaat Borno), Nigeria

    Todesopfer: 100 Verletzte: keine Angabe Art: Gemischt

    Zuordnung: Boko Haram (laut BBC: militante Islamisten; laut Reuters: sunnitische dschihadistische Gruppe)

    Boko Haram nahm am 3. Januar 2015 einen Militärstützpunkt bei Baga (Bundesstaat Borno) ein und griff bis zum 7. Januar die Stadt und umliegende Orte an. Die Opferzahl ist unbestätigt: mindestens 100 Tote beim ersten Angriff (Bezirksvorsteher, hier als Mindestzahl übernommen), bis zu 2.000 befürchtet (BBC), höchstens 150 laut Militär (HRW).

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  83. 16. Dezember 2014 Übrige Welt

    Army Public School, Peshawar (Khyber Pakhtunkhwa), Pakistan

    Todesopfer: 141 Verletzte: 114 Art: Gemischt

    Zuordnung: Tehrik-i-Taliban Pakistan (pakistanische Taliban); die Gruppe bekannte sich laut Guardian zur Tat

    Sieben bewaffnete Angreifer, alle mit Sprengstoffwesten, drangen am 16. Dezember 2014 in eine von der Armee betriebene Schule in Peshawar ein und töteten Schüler und Mitarbeitende; die Angreifer kamen dabei ebenfalls ums Leben. Nach Angaben des Militärs starben 141 Menschen, darunter 132 Kinder und neun Mitarbeitende. Die Taliban gaben als Grund die Militäroffensive in den Stammesgebieten an.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  84. 28. November 2014 Übrige Welt

    Zentralmoschee Kano (Bundesstaat Kano), Nigeria

    Todesopfer: 120 Verletzte: keine Angabe Art: Gemischt

    Zuordnung: Keine Bekennung genannt; laut Quellen Boko Haram vermutet

    Am Freitag, dem 28. November 2014, explodierten zu Beginn des Freitagsgebets bei der Zentralmoschee von Kano mehrere Sprengsätze, anschliessend schossen Bewaffnete auf Fliehende. Die Polizei nannte zunächst 35 Tote, Medien 64 und 81; ein Rettungsbeamter nannte gegenüber AFP 120 Tote, die BBC meldete später mehr als 100 Tote nach Angaben örtlicher Behörden und Krankenhäuser.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  85. 3. August 2014 Übrige Welt

    Sindschar und umliegende Dörfer (Provinz Ninive), Irak

    Todesopfer: 3'100 Verletzte: keine Angabe Art: Gemischt

    Zuordnung: Islamischer Staat (laut Quellen; ein UN-Untersuchungsteam stufte die Taten als Völkermord an den Jesiden ein)

    Ab dem 3. August 2014 griff der Islamische Staat die Stadt Sindschar und umliegende Dörfer im Nordirak an; Tausende Jesiden wurden erschossen oder starben auf der Flucht, Frauen und Kinder wurden verschleppt. Eine Haushaltsbefragung (PLOS Medicine 2017) schätzte 3.100 Tote (Spanne 2.100 bis 4.400), eine UN-Auswertung von 2014 bis zu 5.000 erschossene Männer. Das Massaker im Dorf Kocho im August 2014 gehört zu diesem Ereignis.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  86. 12. Juni 2014 Übrige Welt

    Camp Speicher bei Tikrit (Provinz Salah ad-Din), Irak

    Todesopfer: 560 Verletzte: keine Angabe Art: Schusswaffe

    Zuordnung: Islamischer Staat (laut Quellen; der IS gab laut Independent an, 1.700 Gefangene hingerichtet zu haben)

    Nach der Einnahme von Tikrit nahmen Kämpfer des Islamischen Staats am 12. Juni 2014 überwiegend schiitische Rekruten und Kadetten der irakischen Streitkräfte gefangen, die das Lager Speicher verlassen hatten, und erschossen sie in Gruppen an mehreren Orten. Human Rights Watch belegte durch Videos und Satellitenbilder 560 bis 770 Tote; die BBC berichtete von bis zu 1.700 Toten, der IS selbst nannte 1.700.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  87. 10. Juni 2014 Übrige Welt

    Gefängnis Badusch bei Mossul (Provinz Ninive), Irak

    Todesopfer: 1'000 Verletzte: keine Angabe Art: Schusswaffe

    Zuordnung: Islamischer Staat (laut Quellen, u. a. UN-Angaben und Human Rights Watch)

    Kämpfer des Islamischen Staats nahmen am 10. Juni 2014 das Gefängnis Badusch bei Mossul ein, trennten sunnitische von schiitischen Häftlingen und erschossen nach Überlebendenberichten die schiitischen Gefangenen an einer Schlucht. Das UN-Untersuchungsteam UNITAD stellte 2021 mindestens 1.000 Getötete fest (Al Jazeera); zuvor hatten Human Rights Watch rund 600 und das UN-Menschenrechtsbüro 2014 bis zu 670 Tote genannt.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  88. 2. Juni 2014 Übrige Welt

    Dörfer im Bezirk Gwoza (u. a. Goshe, Attagara, Agapalwa, Aganjara; Bundesstaat Borno), Nigeria

    Todesopfer: 200 Verletzte: keine Angabe Art: Schusswaffe

    Zuordnung: Boko Haram (laut Quellen; die Angreifer trugen Soldatenuniformen)

    Als Soldaten verkleidete Bewaffnete überfielen am 2. Juni 2014 mehrere Dörfer im Bezirk Gwoza im Bundesstaat Borno, erschossen Bewohner und brannten Häuser nieder. Zeugen nannten gegenüber AP und Reuters mindestens 200 getötete Zivilpersonen; CNN berichtete von Hunderten Toten, einige Quellen nannten 400 bis 500.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  89. 24. Mai 2014 Europa

    Brüssel, Belgien

    Todesopfer: 4 Verletzte: keine Angabe Art: Schusswaffe

    Zuordnung: Laut Gericht (2019) vierfacher terroristischer Mord; laut BBC kämpfte der verurteilte Täter zuvor ein Jahr für die Gruppe «Islamischer Staat» in Syrien, die Tat wird als antisemitisch eingestuft

    Ein bewaffneter Angreifer erschoss im Jüdischen Museum von Belgien in Brüssel vier Menschen, darunter zwei israelische Touristen; einer der Angeschossenen erlag später seinen Verletzungen. Ein Brüsseler Gericht verurteilte 2019 einen aus Syrien zurückgekehrten französischen Staatsbürger wegen vierfachen terroristischen Mordes zu lebenslanger Haft. Verletzte neben den vier Toten werden in den Quellen nicht genannt (0 abgeleitet).

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  90. 20. Mai 2014 Übrige Welt

    Jos (Bundesstaat Plateau), Nigeria

    Todesopfer: 118 Verletzte: 56 Art: Sprengstoff

    Zuordnung: Zunächst keine Bekennung genannt; laut Quellen Boko Haram zugeschrieben bzw. als typisch für deren Anschläge bezeichnet

    Am 20. Mai 2014 explodierten in Jos im Abstand von etwa 30 Minuten zwei Autobomben, die erste auf einem belebten Markt, die zweite vor einem nahen Krankenhaus; die zweite Explosion traf auch Rettungskräfte. Die nationale Katastrophenschutzbehörde nannte 118 geborgene Tote und 56 Verletzte.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  91. 5. Mai 2014 Übrige Welt

    Gamboru Ngala (Bundesstaat Borno), Nigeria

    Todesopfer: 100 Verletzte: keine Angabe Art: Schusswaffe

    Zuordnung: Boko Haram (laut Quellen von einem Senator und Behörden zugeschrieben)

    Bewaffnete griffen am Montagabend, dem 5. Mai 2014, den Markt der Grenzstadt Gamboru Ngala im Bundesstaat Borno an, schossen auf Anwesende und brannten Häuser nieder. Die Regierung nannte laut BBC eine offizielle Opferzahl zwischen 100 und 150; Anwohner und ein Parlamentsabgeordneter sprachen von mehr als 300 Toten, die AP von bis zu 300.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  92. 15. Februar 2014 Übrige Welt

    Izghe (Bundesstaat Borno), Nigeria

    Todesopfer: 106 Verletzte: keine Angabe Art: Gemischt

    Zuordnung: Boko Haram (laut Quellen von Behörden und Anwohnern vermutet bzw. zugeschrieben)

    Bewaffnete überfielen am Abend des 15. Februar 2014 das überwiegend christliche Dorf Izghe im Bundesstaat Borno und töteten nach Angaben von Behörden und Augenzeugen vor allem Männer, teils durch Schüsse, teils mit Hieb- oder Stichwaffen. Die Zahl von 106 Toten nannte ein Senator des Bundesstaates gegenüber der BBC; erste Meldungen sprachen von 50 bis 93 Toten, Reuters und Al Jazeera von mindestens 90.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  93. 17. September 2013 Übrige Welt

    Benisheik (Bundesstaat Borno), Strasse Maiduguri-Damaturu, Nigeria

    Todesopfer: 143 Verletzte: keine Angabe Art: Schusswaffe

    Zuordnung: Boko Haram (laut Reuters und BBC; Guardian/AP: mutmassliche islamistische Kämpfer, die laut Augenzeugen Boko Haram angehörten)

    Am Abend des 17. September 2013 hielten Bewaffnete in Armeeuniformen an einer Strasse bei Benisheik im Bundesstaat Borno Fahrzeuge an, töteten Reisende und legten Gebäude in Brand. Die erste Meldung der BBC nannte mindestens 87 Tote; später wurden 140 bis 143 Leichen geborgen (Reuters nennt mit einem zweiten Angriff am Donnerstag insgesamt 159).

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  94. 22. Mai 2013 Europa

    Woolwich (London), Vereinigtes Königreich

    Todesopfer: 1 Verletzte: keine Angabe Art: Gemischt

    Zuordnung: Zwei Täter; laut Guardian durch die al-Qaida-Ideologie motivierte islamistische Terroristen; einer begründete die Tat laut BBC als Kriegshandlung

    Zwei Männer fuhren in Woolwich vor einer Kaserne einen Soldaten mit einem Auto an und töteten ihn mit Messern und einem Beil. Beide wurden im Dezember 2013 wegen Mordes verurteilt.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  95. 23. Juli 2012 Übrige Welt

    Taji, Bagdad und weitere Orte (Irak), Irak

    Todesopfer: 116 Verletzte: 299 Art: Gemischt

    Zuordnung: Islamischer Staat im Irak (ISI), laut Reuters ein Al-Qaida-Ableger im Irak; ISI bekannte sich laut Reuters am Folgetag

    Am 23. Juli 2012 gab es im Irak koordinierte Bomben- und Schusswaffenangriffe in rund 18 Städten; Ziele waren laut Quellen vor allem Sicherheitskräfte, Regierungsgebäude und schiitische Viertel. Die Quellen nennen zwischen 106 (Guardian) und 116 Tote (Reuters am Folgetag).

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  96. 11. März 2012 Europa

    Toulouse, Frankreich

    Todesopfer: 7 Verletzte: 2 Art: Schusswaffe

    Zuordnung: Einzeltäter mit Berufung auf al-Qaida (laut Guardian und BBC); von der Staatsanwaltschaft und den Medien als radikal-islamistisch motiviert beschrieben

    Zwischen dem 11. und 19. März 2012 erschoss ein Einzeltäter in Toulouse und Montauban drei Soldaten sowie einen Rabbiner und drei Kinder vor einer jüdischen Schule; zwei weitere Personen wurden verletzt. Der Täter starb am 22. März nach einer 32-stündigen Belagerung beim Polizeizugriff, dabei wurden laut Guardian fünf Polizisten verletzt (hier nicht mitgezählt).

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  97. 20. Januar 2012 Übrige Welt

    Kano (Bundesstaat Kano), Nigeria

    Todesopfer: 178 Verletzte: keine Angabe Art: Gemischt

    Zuordnung: Boko Haram (laut CNN bekannte sich die Gruppe telefonisch gegenüber der Zeitung Daily Trust; HRW nennt einen Sprecher der Gruppe)

    Am 20. Januar 2012 griffen Bewaffnete in Kano mit koordinierten Bombenanschlägen und Schüssen Polizeigebäude, Einwanderungsbüros und das Büro des Staatssicherheitsdienstes an und schossen auf Passanten. Medien nannten am 21. Januar mindestens 156 und am 23. Januar mindestens 178 Tote; HRW nennt mindestens 185 getötete Polizisten und Anwohner.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  98. 4. November 2011 Übrige Welt

    Damaturu (Bundesstaat Yobe), ausserdem Maiduguri und Potiskum, Nigeria

    Todesopfer: 100 Verletzte: keine Angabe Art: Gemischt

    Zuordnung: Boko Haram (laut Quellen; ein Sprecher der Gruppe bekannte sich laut Medien und kündigte weitere Angriffe an)

    Am 4. November 2011 griffen Bewaffnete und Selbstmordattentäter in Damaturu Polizeigebäude, Regierungsgebäude, Banken und mehrere Kirchen an; weitere Angriffe gab es in Maiduguri und Potiskum. Die Quellen nennen zwischen 63 (erste Angabe des Roten Kreuzes) und mehr als 100 Tote und trennen nicht zwischen getöteten Zivilpersonen und Sicherheitskräften.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  99. 2. März 2011 Europa

    Frankfurt am Main (Flughafen), Deutschland

    Todesopfer: 2 Verletzte: 2 Art: Schusswaffe

    Zuordnung: laut Medien islamistisch motivierter Täter; Verurteilung durch das Oberlandesgericht Frankfurt wegen zweifachen Mordes und dreifachen Mordversuchs

    Ein Schütze erschoss am Frankfurter Flughafen zwei US-Soldaten in einem Militärbus und verletzte zwei weitere lebensgefährlich. Das Oberlandesgericht Frankfurt verurteilte den Täter zu lebenslanger Haft; die Quellen bezeichnen die Tat als islamistisch motiviert.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  100. 9. Juli 2010 Übrige Welt

    Yakaghund bei Ghalanai (Mohmand Agency), Pakistan

    Todesopfer: 102 Verletzte: 120 Art: Sprengstoff

    Zuordnung: Bekennung der pakistanischen Taliban laut Al Jazeera und Dawn (über einen Sprecher)

    Am 9. Juli 2010 explodierten in einem belebten Basar in Yakaghund in der Mohmand Agency zwei Sprengsätze, die laut den Berichten von Selbstmordattentätern ausgelöst wurden. Ein Taliban-Sprecher nannte als Hauptziel eine Versammlung (Dschirga), die einen Plan gegen die Taliban beraten sollte. Die Opferzahl stieg laut Al Jazeera von 62 am Anschlagstag auf mindestens 102; Dawn nannte 104, France 24 (AFP) 105.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  101. 8. Dezember 2009 Übrige Welt

    Bagdad (fünf Standorte, u. a. Regierungsgebäude), Irak

    Todesopfer: 127 Verletzte: 448 Art: Sprengstoff

    Zuordnung: Bekennung der Gruppe Islamischer Staat im Irak laut BBC (Erklärung auf einer von Militanten genutzten Website)

    Am 8. Dezember 2009 explodierten in Bagdad innerhalb weniger Minuten fünf Fahrzeugbomben, vier davon laut Berichten von Selbstmordattentätern gesteuert; Ziele waren Regierungsgebäude. Laut Polizei und Innenministerium starben 127 Menschen, 448 wurden verletzt.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  102. 28. Oktober 2009 Übrige Welt

    Peshawar (Markt Meena Bazaar), Pakistan

    Todesopfer: 117 Verletzte: 200 Art: Sprengstoff

    Zuordnung: Keine Bekennung; laut BBC machte die pakistanische Regierung die Taliban verantwortlich, die Taliban bestritten dies

    Am 28. Oktober 2009 explodierte in Peshawar eine Autobombe auf einem Markt; laut CNN waren unter den Toten viele Frauen und Kinder. Die genannte Opferzahl stieg von 91 in der Erstmeldung der BBC über 105 (Krankenhausliste) auf 117 (Dawn); mindestens 200 Menschen wurden verletzt.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  103. 25. Oktober 2009 Übrige Welt

    Bagdad (Justizministerium und Provinzratsgebäude), Irak

    Todesopfer: 155 Verletzte: 500 Art: Sprengstoff

    Zuordnung: Bekennung der Gruppe Islamischer Staat im Irak laut Washington Post (online veröffentlichte Erklärung, Echtheit nicht unabhängig bestätigt)

    Am 25. Oktober 2009 sprengten zwei Selbstmordattentäter in Bagdad Fahrzeuge in der Nähe des Justizministeriums und des Provinzratsgebäudes. Irakische Behörden nannten laut BBC 155 Tote und rund 500 Verletzte; die Washington Post nannte fast 160 Tote.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  104. 26. November 2008 Übrige Welt

    Mumbai (u. a. Hotels, Bahnhof, jüdisches Zentrum), Indien

    Todesopfer: 166 Verletzte: keine Angabe Art: Gemischt

    Zuordnung: Indien machte laut BBC die in Pakistan ansässige Gruppe Lashkar-e-Taiba verantwortlich; laut CNN wies die Gruppe die Verantwortung zurück

    Am 26. November 2008 griffen zehn bewaffnete Männer in Mumbai mehrere Orte an, darunter drei Hotels, einen Bahnhof und ein jüdisches Kulturzentrum; der Angriff dauerte rund drei Tage. Quellen nennen 164 bis 166 Todesopfer ohne die neun getöteten Angreifer (BBC 2010: 174 Tote einschliesslich der Angreifer); der einzige überlebende Angreifer wurde in Indien zum Tode verurteilt.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  105. 17. Februar 2008 Übrige Welt

    Kandahar (Bezirk Arghandab, Provinz Kandahar), Afghanistan

    Todesopfer: 100 Verletzte: keine Angabe Art: Sprengstoff

    Zuordnung: Keine Bekennung; laut BBC machten Behörden die Taliban verantwortlich, die Taliban bestritten dies

    Ein Selbstmordattentäter zündete am 17. Februar 2008 eine Sprengladung in einer Menschenmenge, die einem Hundekampf bei Kandahar zusah. Erste Meldungen nannten 80 Tote, am Folgetag nannten Behörden mehr als 100 Tote (hier als Untergrenze 100 erfasst); als mutmassliches Ziel galt ein örtlicher Kommandeur.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  106. 18. Oktober 2007 Übrige Welt

    Karatschi, Pakistan

    Todesopfer: 139 Verletzte: 387 Art: Sprengstoff

    Zuordnung: Keine Bekennung (laut BBC, 19.10.2007). Benazir Bhutto sagte laut New York Times, extremistische islamische Gruppen stünden hinter dem Anschlag, und machte zugleich nicht genannte Amtsträger verantwortlich; ihr Ehemann Asif Ali Zardari machte laut BBC Mitglieder von Regierung und Geheimdiensten ver…

    Am 18. Oktober 2007 explodierten in Karatschi zwei Sprengsätze, darunter eine Selbstmordbombe, nahe dem Fahrzeug der aus dem Exil zurückgekehrten früheren Premierministerin Benazir Bhutto, während Anhänger sie begrüssten. Die Quellen nennen zwischen 130 und 139 Tote und mehr als 387 Verletzte.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  107. 14. August 2007 Übrige Welt

    Qahtaniyah und Jazira (Siba Scheich Chidr), nahe Mosul, Irak

    Todesopfer: 796 Verletzte: 1'562 Art: Sprengstoff

    Zuordnung: Al-Qaida im Irak galt laut BBC als Hauptverdächtiger; laut The Scotsman nannte das US-Militär Al-Qaida den Hauptverdächtigen, Al Jazeera schrieb, Al-Qaida im Irak sei für den Anschlag verantwortlich gemacht worden. Laut NPR hatte der «Islamic State in Iraq», eine Al-Qaida-Frontgruppe, eine Woche zu…

    Am 14. August 2007 detonierten in den von Jesiden bewohnten Orten Qahtaniyah und Jazira westlich von Mosul vier mit Sprengstoff beladene Fahrzeuge. Die Opferzahlen schwankten stark: Erstmeldungen nannten 200 bis 250 Tote, das irakische Innenministerium mindestens 400, der Bericht der US-Kommission für Religionsfreiheit (USCIRF) nennt 796 Tote und 1.562 Verletzte und verweist auf Angaben des US-Militärs.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  108. 7. Juli 2007 Übrige Welt

    Amirli (Provinz Salah ad-Din), Irak

    Todesopfer: 150 Verletzte: 265 Art: Sprengstoff

    Zuordnung: Keine Bekennung (laut New York Times). Laut New York Times nannte ein Mitglied des Provinzrats Al-Qaida im Zweistromland (Al Qaeda in Mesopotamia) und religiöse Extremisten als Urheber von Angriffen auf schiitische Orte; dieselbe Zeitung bezeichnete Selbstmordanschläge auf schiitische Zivilisten al…

    Am 7. Juli 2007 detonierte auf dem Markt von Amirli, einer überwiegend von schiitischen Turkmenen bewohnten Ortschaft, ein mit Sprengstoff beladener Lastwagen. Die Quellen nennen 105 (BBC, Polizei, 7. Juli) bis 155 Tote (Polizeikommandeur von Tuz Churmatu, 8. Juli) und 240 bis 265 Verletzte; aufgenommen sind 150 Tote und 265 Verletzte (New York Times, 9. Juli).

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  109. 18. April 2007 Übrige Welt

    Bagdad (Sadriya-Markt, Sadr City, Karrada), Irak

    Todesopfer: 183 Verletzte: keine Angabe Art: Sprengstoff

    Zuordnung: Laut Reuters nannten US-Militärvertreter sunnitisch-islamistische Al-Qaida als wahrscheinlichen Urheber; laut AP machte US-Verteidigungsminister Robert Gates Al-Qaida verantwortlich, die AP selbst sprach von mutmasslichen sunnitischen Aufständischen.

    Am 18. April 2007 explodierten in Bagdad innerhalb kurzer Zeit mehrere Autobomben, darunter eine auf dem Sadriya-Markt mit laut den Quellen 127 bis 140 Toten sowie eine an einem Kontrollpunkt am Eingang von Sadr City. Die AP zählte mindestens 183 Tote bei vier Anschlägen; das irakische Innenministerium nannte 198 Tote und rund 240 Verletzte.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  110. 27. März 2007 Übrige Welt

    Tal Afar (Provinz Ninive), Irak

    Todesopfer: 152 Verletzte: 347 Art: Sprengstoff

    Zuordnung: Laut Reuters machten Behörden Al-Qaida für den Anschlag verantwortlich; die BBC schrieb, Al-Qaida-nahe Kämpfer hätten sich zur Lastwagenbombe bekannt.

    Am 27. März 2007 explodierten in Tal Afar zwei Lastwagenbomben, die grössere in einem schiitisch geprägten Stadtteil. Die irakische Regierung nannte am 31. März 152 Tote und 347 Verletzte; der Bürgermeister hielt die Zahl für zu hoch und nannte rund 100, frühere Behördenangaben lagen bei 55 bis 85. Nicht in der Zahl enthalten sind die Tötungen sunnitischer Männer durch bewaffnete Täter, die laut den Quellen Stunden später folgten.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  111. 23. November 2006 Übrige Welt

    Sadr City (Bagdad), Irak

    Todesopfer: 202 Verletzte: 250 Art: Sprengstoff

    Zuordnung: In den abgerufenen Quellen wird keine Bekennung genannt. Laut BBC machte der irakische Gesundheitsminister sunnitische Extremisten und Reste der Baath-Partei verantwortlich; die AP nannte mutmassliche sunnitische Aufständische. Laut Washington Post (18. März 2007) nannte ein zitierter hochrangiger …

    Am 23. November 2006 explodierten in Sadr City, einem mehrheitlich schiitischen Stadtteil von Bagdad, mehrere Autobomben; zusätzlich wurden Mörsergranaten auf den Stadtteil abgefeuert. Die BBC nannte am Folgetag 202 Tote und etwa 250 Verletzte nach Polizeiangaben, die AP 215 Tote.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  112. 14. September 2005 Übrige Welt

    Bagdad (Kadhimiya, Oruba-Platz) und weitere Orte, Irak

    Todesopfer: 151 Verletzte: 300 Art: Gemischt

    Zuordnung: Al-Qaida im Irak (laut BBC und CNN eine Erklärung der Gruppe, die eine landesweite Bombenkampagne als Antwort auf die Offensive in Tal Afar ankündigte; CNN: «purported claim»)

    Am 14. September 2005 gab es in Bagdad und weiteren irakischen Orten eine Serie von Selbstmordanschlägen, Bombenanschlägen und Schüssen; laut CNN starben mindestens 151 Menschen und mehr als 300 wurden verletzt (AP: 160 Tote in Bagdad, BBC: mehr als 150 im Land). Beim schwersten Anschlag in Kadhimiya, vor Bauarbeitern in einer Warteschlange, starben mindestens 112 Menschen.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  113. 7. Juli 2005 Europa

    London, Vereinigtes Königreich

    Todesopfer: 52 Verletzte: 700 Art: Sprengstoff

    Zuordnung: Vier britische Selbstmordattentäter, laut BBC von al-Qaida unterstützt

    Vier Selbstmordattentäter zündeten in London Sprengsätze in drei U-Bahn-Zügen und in einem Bus. Nach Angaben der BBC starben 52 Menschen und rund 700 wurden verletzt.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  114. 28. Februar 2005 Übrige Welt

    Hilla (Provinz Babil), Irak

    Todesopfer: 125 Verletzte: 150 Art: Sprengstoff

    Zuordnung: Laut Fox News/AP unter den Anschlägen, die Abu Musab al-Zarqawi und seine Anhänger für sich reklamierten (Al-Qaida im Irak)

    Am 28. Februar 2005 zündete ein Selbstmordattentäter in Hilla eine Autobombe vor einem Regierungsgebäude, vor dem Polizeianwärter auf ärztliche Untersuchungen warteten. Laut CNN starben 125 Menschen und mehr als 150 wurden verletzt; die BBC nannte später 114 Tote.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  115. 2. November 2004 Europa

    Amsterdam, Niederlande

    Todesopfer: 1 Verletzte: keine Angabe Art: Gemischt

    Zuordnung: Einzeltäter niederländisch-marokkanischer Herkunft; laut BBC radikaler Islamist, der religiöse Überzeugung als Motiv nannte; Gericht: Mord mit terroristischer Absicht

    Ein Mann erschoss und erstach in Amsterdam auf offener Strasse einen Filmemacher, der einen umstrittenen Film über die Behandlung von Frauen in islamischen Gesellschaften gedreht hatte. Der Täter wurde 2005 wegen Mordes mit terroristischer Absicht zu lebenslanger Haft verurteilt.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  116. 1. September 2004 Übrige Welt

    Beslan (Nordossetien), Russland

    Todesopfer: 334 Verletzte: 700 Art: Geiselnahme

    Zuordnung: Bataillon Riyad us-Saliheen unter Schamil Bassajew; Bassajew bekannte sich laut CNN und BBC (17.9.2004) zur Tat; seine Erklärung bezeichnet die Einheit als «Schahid»-Bataillon (Märtyrer) und beruft sich auf Allah, die Geiselnehmer nennt sie «Mudschahedin» (BBC-Auszug)

    Am 1. September 2004 nahmen bewaffnete Tschetschenen in einer Schule in Beslan rund 1.200 Kinder und Erwachsene als Geiseln; die Belagerung endete am 3. September. Laut CNN starben 334 Menschen, darunter 186 Kinder, und mehr als 700 wurden verletzt; andere Quellen nennen zwischen 320 und 331 Tote.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  117. 3. April 2004 Europa

    Leganés, Spanien

    Todesopfer: 1 Verletzte: keine Angabe Art: Sprengstoff

    Zuordnung: Mitglieder der Zelle der Madrider Zuganschläge (laut AFP dschihadistische Zelle, laut Reuters islamistische Militante); Selbstsprengung beim Zugriff der Polizei

    Drei Wochen nach den Zuganschlägen sprengten sich sieben Mitglieder der Zelle in einer Wohnung in Leganés in die Luft, als die Polizei die Wohnung umstellte; die Explosion tötete einen Polizisten der Spezialeinheit GEO. Er wird in Spanien als 193. Opfer der Anschläge von Madrid gezählt und ist in der Zahl des Eintrags 2004-03-11-madrid nicht enthalten.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  118. 11. März 2004 Europa

    Madrid, Spanien

    Todesopfer: 192 Verletzte: 1'891 Art: Sprengstoff

    Zuordnung: Laut Audiencia Nacional (Urteil 2007) Zelle dschihadistischen Typs; laut Reuters in einer Videobotschaft als Vergeltung für Spaniens Truppen im Irak und in Afghanistan reklamiert

    Am Morgen des 11. März 2004 explodierten zehn Bomben in vier Vorortzügen in Madrid. Quellen nennen 191 bis 193 Tote (191 durch die Explosionen, 192 einschliesslich eines 2014 gestorbenen Verletzten, 193 mit einem Polizisten, der am 3. April 2004 in Leganés starb und unter 2004-04-03-leganes separat geführt wird) und rund 1.700 bis 2.000 Verletzte.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  119. 2. März 2004 Übrige Welt

    Karbala und Bagdad (Kadhimiya), Irak

    Todesopfer: 181 Verletzte: keine Angabe Art: Sprengstoff

    Zuordnung: Keine Bekennung; US- und irakische Stellen führten die Anschläge laut BBC, NYT und Fox News/AP auf Abu Musab al-Zarqawi bzw. Al-Qaida-nahe Kreise zurück; ein Al-Qaida zugeschriebener Brief wies laut BBC jede Beteiligung zurück

    Am 2. März 2004, dem Aschura-Tag, explodierten in Karbala und im Bagdader Stadtteil Kadhimiya Sprengsätze bei schiitischen Religionszeremonien. Die Zahlen der Toten reichten laut Quellen von 117 (frühere US-Angabe) über mehr als 140 (NYT) und mindestens 181 (spätere AP-Zusammenstellung) bis 271 (irakische Behörden, 3. März 2004).

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  120. 27. Februar 2004 Übrige Welt

    Manila-Bucht (Fähre SuperFerry 14, bei El Fraile Island), Philippinen

    Todesopfer: 116 Verletzte: keine Angabe Art: Sprengstoff

    Zuordnung: Abu Sayyaf (Bekennung kurz nach der Tat; die Regierung wies sie laut BBC zunächst zurück, später erklärte die Präsidentin, Militante steckten hinter dem Anschlag; laut BBC eine muslimische Rebellengruppe, von den USA mit Al-Qaida in Verbindung gebracht)

    Am 27. Februar 2004 explodierte an Bord der Fähre SuperFerry 14 in der Manila-Bucht eine Bombe, danach brach ein Feuer aus. Laut BBC galten 116 der rund 900 Menschen an Bord als tot, bis dahin waren erst 63 Leichen geborgen; die New York Times schreibt «mehr als 100».

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  121. 1. Februar 2004 Übrige Welt

    Erbil (Kurdistan), Irak

    Todesopfer: 101 Verletzte: keine Angabe Art: Sprengstoff

    Zuordnung: Keine Bekennung laut CNN (2.2.2004); ein Sprecher der Koalitionsbehörde nannte Al-Qaida oder Ansar al-Islam (Gruppe mit mutmasslichen Al-Qaida-Verbindungen) als mögliche Urheber

    Am 1. Februar 2004, dem ersten Tag des Opferfestes, sprengten sich zwei Attentäter in den Büros der kurdischen Parteien KDP und PUK in Erbil in die Luft. Quellen nennen 101 bis 105 Tote (frühe Meldungen: 56 bis 67).

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  122. 23. Oktober 2002 Übrige Welt

    Moskau (Theater an der Dubrowka), Russland

    Todesopfer: 129 Verletzte: keine Angabe Art: Geiselnahme

    Zuordnung: Tschetschenische Gruppe unter Mowsar Barajew; laut Guardian Anführer der «Islamic Battalions» (Kampf um die Loslösung Tschetscheniens und im Sinne eines weltweiten Dschihads); Schamil Bassajew übernahm laut BBC (1.11.2002) die Verantwortung, seine Erklärung war laut BBC in islamischen Begriffen geh…

    Am 23. Oktober 2002 nahmen bewaffnete Tschetschenen im Moskauer Theater, in dem das Musical «Nord-Ost» lief, rund 800 Menschen als Geiseln; am 26. Oktober stürmten Spezialkräfte das Gebäude. Offiziell starben laut Guardian 129 Geiseln, die meisten laut BBC durch das beim Sturm von den Sicherheitskräften eingeleitete Gas; Quellen nennen zwischen 115 und 129 Tote.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  123. 12. Oktober 2002 Übrige Welt

    Kuta (Bali), Indonesien

    Todesopfer: 202 Verletzte: keine Angabe Art: Sprengstoff

    Zuordnung: Jemaah Islamiyah (laut CNN: Regionalbehörden machten die al-Qaida-nahe Gruppe verantwortlich; laut BBC waren Verdächtige als Teil von Jemaah Islamiah angeklagt)

    Am 12. Oktober 2002 explodierten im Ausgehviertel Kuta auf Bali zwei Bomben, eine davon beim Sari Club. Laut BBC starben 202 Menschen aus 21 Ländern, darunter 88 Australier; frühere Meldungen hatten 194 bzw. «mehr als 190» Tote genannt.

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.

  124. 11. September 2001 Übrige Welt

    New York (World Trade Center), Arlington (Pentagon) und Shanksville (Pennsylvania), Vereinigte Staaten

    Todesopfer: 2'977 Verletzte: keine Angabe Art: Sonstiges

    Zuordnung: Al-Qaida (laut CNN: von Al-Qaida-Anführer Osama bin Laden organisiert; laut Gedenkstätte: 19 Terroristen von al-Qaeda)

    Neunzehn Männer entführten vier Passagierflugzeuge in den USA. Zwei Maschinen wurden in die Türme des World Trade Center in New York gelenkt, eine in das Pentagon bei Arlington, die vierte stürzte bei Shanksville in Pennsylvania ab; laut CNN und der Gedenkstätte starben 2.977 Menschen (ohne die Entführer), die BBC nennt «fast 3.000».

    Geprüft am 05.10.2026: Quellen abgerufen, Angaben verglichen.