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Texte

Widersprüche

Gegenüberstellungen von Aussagen innerhalb des Korans, zwischen Koran und Bibel sowie zwischen Koran und historischen Quellen. Beide Seiten stehen mit wörtlichen Belegen nebeneinander. Wo die islamische Tradition eine verbreitete Erklärung hat, ist sie mit Quelle genannt. Die Bewertung bleibt beim Leser.

23

Gegenüberstellungen in diesem Datensatz

14

Innerhalb des Korans

6

Koran und Bibel

3

Koran und Geschichte

23

mit traditioneller Erklärung

Im Detail

Bibel-Paradox (Islamic Dilemma)

Aufbau der Gegenüberstellung mit den Belegen des Eintrags; jede Versangabe ist verlinkt.

  1. Aussage A Der Koran bestätigt Tora und Evangelium und nennt Gottes Worte unveränderlich Frank Bubenheim & Nadeem Elyas: 3:3 5:46 5:47 5:68 10:94 6:115 18:27
  2. Aussage B Der Koran verneint Kernaussagen, die die Evangelien berichten (Kreuzigung, Gottessohnschaft) Frank Bubenheim & Nadeem Elyas: 4:157 19:35 5:72 Elberfelder Bibel 1905 (unrevidiert): Mt 27,35 Joh 19,30 Mt 3,17 Joh 10,30
  3. Gegenüberstellung Der Koran bestätigt Tora und Evangelium als Offenbarung und nennt Gottes Worte unveränderlich. Zugleich verneint er Kernaussagen der Evangelien, etwa die Kreuzigung und die Gottessohnschaft Jesu.
  4. Traditionelle Erklärung Nach der Tahrif-Lehre (Verfälschung) gelten Tora und Evangelium in ihrer überlieferten Form als verändert, entweder im Wortlaut (tahrif al-nass) oder nur in der Auslegung (tahrif al-ma'na).
    • Wikipedia: Tahrif Wikipedia (Wikimedia Foundation) · 21.09.2026 · abgerufen 05.10.2026

Alle Belege dieses Eintrags

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23 Einträge

  1. Koran und Bibel

    Bibel-Paradox (Islamic Dilemma)

    Der Koran bestätigt Tora und Evangelium als Offenbarung und nennt Gottes Worte unveränderlich. Zugleich verneint er Kernaussagen der Evangelien, etwa die Kreuzigung und die Gottessohnschaft Jesu.

    Seite A: Der Koran bestätigt Tora und Evangelium und nennt Gottes Worte unveränderlich

    Er hat dir das Buch mit der Wahrheit offenbart, das zu bestätigen, was vor ihm (offenbart) war. Und Er hat (auch) die Tora und das Evangelium (als Offenbarung) herabgesandt,

    3:3, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Und Wir ließen auf ihren Spuren ’Isa, den Sohn Maryams, folgen, das zu bestätigen, was von der Tora vor ihm (offenbart) war; und Wir gaben ihm das Evangelium, in dem Rechtleitung und Licht sind, und das zu bestätigen, was von der Tora vor ihm (offenbart) war, und als Rechtleitung und Ermahnung für die Gottesfürchtigen.

    5:46, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Und so sollen die Leute des Evangeliums nach dem walten, was Allah darin herabgesandt hat. Wer nicht nach dem waltet, was Allah (als Offenbarung) herabgesandt hat, das sind die Frevler.

    5:47, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Sag: O Leute der Schrift, ihr fußt auf nichts, bis ihr die Tora und das Evangelium und das befolgt, was zu euch (als Offenbarung) von eurem Herrn herabgesandt worden ist. Was zu dir (als Offenbarung) von deinem Herrn herabgesandt worden ist, wird ganz gewiß bei vielen von ihnen die Auflehnung und den Unglauben noch mehren. So sei nicht betrübt über das ungläubige Volk!

    5:68, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Wenn du über das, was Wir zu dir (als Offenbarung) hinabgesandt haben, im Zweifel bist, dann frag diejenigen, die vor dir die Schrift lesen. Dir ist ja die Wahrheit von deinem Herrn zugekommen, so gehöre nun nicht zu den Zweiflern,

    10:94, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Vollkommen ist das Wort deines Herrn in Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit. Es gibt niemanden, der Seine Worte abändern könnte. Und Er ist der Allhörende und Allwissende.

    6:115, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Und verlies, was dir vom Buch deines Herrn (als Offenbarung) eingegeben worden ist. Es gibt niemanden, der Seine Worte abändern könnte, und du wirst außer (bei) Ihm keine Zuflucht finden.

    18:27, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Seite B: Der Koran verneint Kernaussagen, die die Evangelien berichten (Kreuzigung, Gottessohnschaft)

    und dafür, daß sie sagten: Gewiß, wir haben al-Masih ’Isa, den Sohn Maryams, den Gesandten Allahs getötet. - Aber sie haben ihn weder getötet noch gekreuzigt, sondern es erschien ihnen so. Und diejenigen, die sich darüber uneinig sind, befinden sich wahrlich im Zweifel darüber. Sie haben kein Wissen darüber, außer daß sie Mutmaßungen folgen. Und sie haben ihn mit Gewißheit nicht getötet.

    4:157, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Als sie ihn aber gekreuzigt hatten, verteilten sie seine Kleider, indem sie das Los warfen.

    Mt 27,35, Übersetzung: Elberfelder Bibel 1905 (unrevidiert)

    Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! und er neigte das Haupt und übergab den Geist.

    Joh 19,30, Übersetzung: Elberfelder Bibel 1905 (unrevidiert)

    Es steht Allah nicht an, Sich ein Kind zu nehmen. Preis sei Ihm! Wenn Er eine Angelegenheit bestimmt, so sagt Er dazu nur: ,Sei!’, und so ist es.

    19:35, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Fürwahr, ungläubig sind diejenigen, die sagen: Gewiß, Allah ist al-Masih, der Sohn Maryams, wo doch al-Masih (selbst) gesagt hat: O Kinder Isra’ils, dient Allah, meinem Herrn und eurem Herrn! Wer Allah (etwas) beigesellt, dem verbietet fürwahr Allah das Paradies, und dessen Zufluchtsort wird das (Höllen)feuer sein. Die Ungerechten werden keine Helfer haben.

    5:72, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Und siehe, eine Stimme kommt aus den Himmeln, welche spricht: Dieser ist mein geliebter Sohn, an welchem ich Wohlgefallen gefunden habe.

    Mt 3,17, Übersetzung: Elberfelder Bibel 1905 (unrevidiert)

    Ich und der Vater sind eins.

    Joh 10,30, Übersetzung: Elberfelder Bibel 1905 (unrevidiert)

    Traditionelle Erklärung

    Nach der Tahrif-Lehre (Verfälschung) gelten Tora und Evangelium in ihrer überlieferten Form als verändert, entweder im Wortlaut (tahrif al-nass) oder nur in der Auslegung (tahrif al-ma'na).

    • Wikipedia: Tahrif Wikipedia (Wikimedia Foundation) · 21.09.2026 · abgerufen 05.10.2026
    Quellen 5

    Geprüft am 05.10.2026: Quelle abgerufen, Wortlaut und Zahlen verglichen.

  2. Koran und Bibel

    Kreuzigung Jesu

    Sure 4:157 sagt, Jesus sei weder getötet noch gekreuzigt worden, sondern es sei den Beteiligten so erschienen. Die Evangelien berichten die Kreuzigung und den Tod Jesu.

    Seite A: Koran: «weder getötet noch gekreuzigt»

    und dafür, daß sie sagten: Gewiß, wir haben al-Masih ’Isa, den Sohn Maryams, den Gesandten Allahs getötet. - Aber sie haben ihn weder getötet noch gekreuzigt, sondern es erschien ihnen so. Und diejenigen, die sich darüber uneinig sind, befinden sich wahrlich im Zweifel darüber. Sie haben kein Wissen darüber, außer daß sie Mutmaßungen folgen. Und sie haben ihn mit Gewißheit nicht getötet.

    4:157, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Nein! Vielmehr hat Allah ihn zu Sich erhoben. Allah ist Allmächtig und Allweise.

    4:158, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Seite B: Evangelien: Kreuzigung und Tod Jesu

    Als sie ihn aber gekreuzigt hatten, verteilten sie seine Kleider, indem sie das Los warfen.

    Mt 27,35, Übersetzung: Elberfelder Bibel 1905 (unrevidiert)

    Jesus aber schrie wiederum mit lauter Stimme und gab den Geist auf.

    Mt 27,50, Übersetzung: Elberfelder Bibel 1905 (unrevidiert)

    wo sie ihn kreuzigten, und zwei andere mit ihm, auf dieser und auf jener Seite, Jesum aber in der Mitte.

    Joh 19,18, Übersetzung: Elberfelder Bibel 1905 (unrevidiert)

    Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! und er neigte das Haupt und übergab den Geist.

    Joh 19,30, Übersetzung: Elberfelder Bibel 1905 (unrevidiert)

    Traditionelle Erklärung

    Ibn Kathir gibt Überlieferungen wieder, wonach ein Mann, der Jesus ähnlich sah, an dessen Stelle gekreuzigt wurde, während Jesus zu Gott erhoben wurde (Substitutionsdeutung).

    Quellen 4

    Geprüft am 05.10.2026: Quelle abgerufen, Wortlaut und Zahlen verglichen.

  3. Koran und Bibel

    Gottessohnschaft Jesu

    Der Koran weist an mehreren Stellen zurück, dass Gott ein Kind habe oder Jesus Gott sei. Die Evangelien nennen Jesus Sohn Gottes und überliefern Aussagen, die ihn mit Gott verbinden.

    Seite A: Koran: Gott hat kein Kind, Jesus ist nicht Gott

    Es steht Allah nicht an, Sich ein Kind zu nehmen. Preis sei Ihm! Wenn Er eine Angelegenheit bestimmt, so sagt Er dazu nur: ,Sei!’, und so ist es.

    19:35, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Fürwahr, ungläubig sind diejenigen, die sagen: Gewiß, Allah ist al-Masih, der Sohn Maryams, wo doch al-Masih (selbst) gesagt hat: O Kinder Isra’ils, dient Allah, meinem Herrn und eurem Herrn! Wer Allah (etwas) beigesellt, dem verbietet fürwahr Allah das Paradies, und dessen Zufluchtsort wird das (Höllen)feuer sein. Die Ungerechten werden keine Helfer haben.

    5:72, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Er hat nicht gezeugt und ist nicht gezeugt worden,

    112:3, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    O Leute der Schrift, übertreibt nicht in eurer Religion und sagt gegen Allah nur die Wahrheit aus! al-Masih ’Isa, der Sohn Maryams, ist nur Allahs Gesandter und Sein Wort, das Er Maryam entbot, und Geist von Ihm. Darum glaubt an Allah und Seine Gesandten und sagt nicht Drei. Hört auf (damit), das ist besser für euch! Allah ist nur ein Einziger Gott. Preis sei Ihm (, und Erhaben ist Er darüber), daß Er ein Kind haben sollte! Ihm gehört (alles), was in den Himmeln und was auf der Erde ist, und Allah genügt als Sachwalter.

    4:171, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Seite B: Evangelien: Jesus als Sohn Gottes

    Und siehe, eine Stimme kommt aus den Himmeln, welche spricht: Dieser ist mein geliebter Sohn, an welchem ich Wohlgefallen gefunden habe.

    Mt 3,17, Übersetzung: Elberfelder Bibel 1905 (unrevidiert)

    Simon Petrus aber antwortete und sprach: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.

    Mt 16,16, Übersetzung: Elberfelder Bibel 1905 (unrevidiert)

    Ich und der Vater sind eins.

    Joh 10,30, Übersetzung: Elberfelder Bibel 1905 (unrevidiert)

    Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott!

    Joh 20,28, Übersetzung: Elberfelder Bibel 1905 (unrevidiert)

    Traditionelle Erklärung

    Die islamische Lehre versteht Jesus als Propheten und Gesandten und nicht als Gottessohn (Sure 5:17); die christliche Trinitätsvorstellung gilt als unvereinbar mit strengem Monotheismus.

    Quellen 4

    Geprüft am 05.10.2026: Quelle abgerufen, Wortlaut und Zahlen verglichen.

  4. Koran und Bibel

    Dreiheit im Koran und Dreifaltigkeit in der Bibel

    Der Koran wendet sich gegen die Rede von «drei» und fragt Jesus in 5:116, ob er sich und seine Mutter zu Göttern erklärt habe; das Kleine Islam-Lexikon liest dies als Darstellung der Trinität aus Gott, Jesus und Maria. Die Bibel nennt Vater, Sohn und Heiligen Geist.

    Seite A: Koran: «sagt nicht Drei»; Jesus und seine Mutter als Götter neben Gott

    O Leute der Schrift, übertreibt nicht in eurer Religion und sagt gegen Allah nur die Wahrheit aus! al-Masih ’Isa, der Sohn Maryams, ist nur Allahs Gesandter und Sein Wort, das Er Maryam entbot, und Geist von Ihm. Darum glaubt an Allah und Seine Gesandten und sagt nicht Drei. Hört auf (damit), das ist besser für euch! Allah ist nur ein Einziger Gott. Preis sei Ihm (, und Erhaben ist Er darüber), daß Er ein Kind haben sollte! Ihm gehört (alles), was in den Himmeln und was auf der Erde ist, und Allah genügt als Sachwalter.

    4:171, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Fürwahr, ungläubig sind diejenigen, die sagen: Gewiß, Allah ist einer von dreien. Es gibt aber keinen Gott außer dem Einen Einzigen. Wenn sie mit dem, was sie sagen, nicht aufhören, so wird denjenigen von ihnen, die ungläubig sind, ganz gewiß schmerzhafte Strafe widerfahren.

    5:73, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Und wenn Allah sagt: O ’Isa, Sohn Maryams, bist du es, der zu den Menschen gesagt hat: ,Nehmt mich und meine Mutter außer Allah zu Göttern!’?, wird er sagen: Preis sei Dir! Es steht mir nicht zu, etwas zu sagen, wozu ich kein Recht habe. Wenn ich es (tatsächlich doch) gesagt hätte, dann wüßtest Du es bestimmt. Du weißt, was in mir vorgeht, aber ich weiß nicht, was in Dir vorgeht. Du bist ja der Allwisser der verborgenen Dinge.

    5:116, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Seite B: Bibel: Vater, Sohn und Heiliger Geist

    Gehet [nun] hin und machet alle Nationen zu Jüngern, und taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes,

    Mt 28,19, Übersetzung: Elberfelder Bibel 1905 (unrevidiert)

    Und als Jesus getauft war, stieg er alsbald von dem Wasser herauf; und siehe, die Himmel wurden ihm aufgetan, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herniederfahren und auf ihn kommen. Und siehe, eine Stimme kommt aus den Himmeln, welche spricht: Dieser ist mein geliebter Sohn, an welchem ich Wohlgefallen gefunden habe.

    Mt 3,16-17, Übersetzung: Elberfelder Bibel 1905 (unrevidiert)

    Traditionelle Erklärung

    Nach Ibn Kathir richtet sich der Vers an Christen, die Jesus und seine Mutter neben Gott verehrten; die Frage an Jesus am Tag der Auferstehung gilt als öffentliche Zurechtweisung.

    Quellen 3

    Geprüft am 05.10.2026: Quelle abgerufen, Wortlaut und Zahlen verglichen.

  5. Koran und Bibel

    Der Vater Abrahams: Azar oder Terach

    Der Koran nennt in 6:74 Azar als Vater Ibrahims. Die Bibel nennt den Vater Abrams Tarah (Terach).

    Seite A: Koran: Ibrahims Vater heißt Azar

    Und als Ibrahim zu seinem Vater Azar sagte: Nimmst du (denn) Götzenbilder zu Göttern? Gewiß, ich sehe dich und dein Volk in deutlichem Irrtum.

    6:74, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Und die Bitte Ibrahims um Vergebung für seinen Vater war nur wegen eines Versprechens, das er ihm gegeben hatte. Als es ihm aber klarwurde, daß er ein Feind Allahs war, sagte er sich von ihm los. Ibrahim war fürwahr weichherzig und nachsichtig.

    9:114, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Seite B: Bibel: Abrams Vater heißt Tarah

    Und Tarah lebte siebzig Jahre und zeugte Abram, Nahor und Haran.

    1Mo 11,26, Übersetzung: Elberfelder Bibel 1905 (unrevidiert)

    Und Tarah nahm seinen Sohn Abram und Lot, den Sohn Harans, seines Sohnes Sohn, und Sarai, seine Schwiegertochter, das Weib seines Sohnes Abram; und sie zogen miteinander aus Ur in Chaldäa, um in das Land Kanaan zu gehen; und sie kamen bis Haran und wohnten daselbst.

    1Mo 11,31, Übersetzung: Elberfelder Bibel 1905 (unrevidiert)

    Traditionelle Erklärung

    Ma'arif al-Qur'an: Üblicherweise gilt Azar als Name des Vaters, die meisten Historiker nennen Tarakh (Terach) als Namen und Azar als Titel; ar-Razi und eine Gruppe früher Gelehrter halten Azar für den Onkel.

    Quellen 2

    Geprüft am 05.10.2026: Quelle abgerufen, Wortlaut und Zahlen verglichen.

  6. Koran und Bibel

    Ruhe Gottes am siebten Tag

    Die Bibel berichtet, Gott habe nach sechs Tagen am siebten Tag geruht. Sure 50:38 nennt ebenfalls sechs Tage und fügt an, Ermüdung habe Gott nicht überkommen.

    Seite A: Bibel: Gott ruhte am siebten Tag

    Und Gott hatte am siebten Tage sein Werk vollendet, das er gemacht hatte; und er ruhte am siebten Tage von all seinem Werk, das er gemacht hatte.

    1Mo 2,2, Übersetzung: Elberfelder Bibel 1905 (unrevidiert)

    Denn in sechs Tagen hat Jehova den Himmel und die Erde gemacht, das Meer und alles, was in ihnen ist, und er ruhte am siebten Tage; darum segnete Jehova den Sabbathtag und heiligte ihn. -

    2Mo 20,11, Übersetzung: Elberfelder Bibel 1905 (unrevidiert)

    Er ist ein Zeichen zwischen mir und den Kindern Israel ewiglich; denn in sechs Tagen hat Jehova den Himmel und die Erde gemacht, und am siebten Tage hat er geruht und sich erquickt.

    2Mo 31,17, Übersetzung: Elberfelder Bibel 1905 (unrevidiert)

    Seite B: Koran: sechs Tage, ohne dass Ermüdung Gott überkam

    Und Wir haben ja die Himmel und die Erde und das, was dazwischen ist, in sechs Tagen erschaffen, wobei Uns keine Ermüdung überkommen hat.

    50:38, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Traditionelle Erklärung

    Ibn Kathir gibt die Auslegung Qatadas wieder, wonach der Vers die Aussage zurückweist, Gott habe am siebten Tag (Sabbat) geruht.

    Quellen 3

    Geprüft am 05.10.2026: Quelle abgerufen, Wortlaut und Zahlen verglichen.

  7. Innerhalb des Korans

    Dauer der Schöpfung: sechs oder acht Tage

    Mehrere Verse nennen sechs Tage für die Erschaffung von Himmeln und Erde. Sure 41:9-12 nennt zwei Tage für die Erde, vier Tage für Berge und Nahrung und zwei Tage für die Himmel; zusammengezählt sind das acht Tage.

    Seite A: Sechs Tage

    Gewiß, euer Herr ist Allah, Der die Himmel und die Erde in sechs Tagen erschuf und Sich hierauf über den Thron erhob. Er läßt die Nacht den Tag überdecken, wobei sie ihn eilig einzuholen sucht. Und (Er schuf auch) die Sonne, den Mond und die Sterne, durch Seinen Befehl dienstbar gemacht. Sicherlich, Sein ist die Schöpfung und der Befehl. Segensreich ist Allah, der Herr der Weltenbewohner.

    7:54, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Gewiß, euer Herr ist Allah, Der die Himmel und die Erde in sechs Tagen erschuf und Sich hierauf über den Thron erhob. Er regelt die Angelegenheit. Es gibt keinen Fürsprecher außer nach Seiner Erlaubnis. Dies ist doch Allah, euer Herr, so dient Ihm! Bedenkt ihr denn nicht?

    10:3, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Er ist es, Der die Himmel und die Erde in sechs Tagen erschuf, und Sein Thron war auf dem Wasser, damit Er euch prüfe (und feststelle), wer von euch die besten Taten begeht. Und wenn du sagst: Ihr werdet nach dem Tod auferweckt werden, sagen diejenigen, die ungläubig sind, ganz gewiß: Das ist ja nur deutliche Zauberei.

    11:7, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Er ist es, der die Himmel und die Erde in sechs Tagen erschuf und Sich hierauf über den Thron erhob’. Er weiß, was in die Erde eindringt und was aus ihr herauskommt, was vom Himmel herabkommt und was dorthin aufsteigt. Und Er ist mit euch, wo immer ihr auch seid. Und was ihr tut, sieht Allah wohl.

    57:4, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Seite B: Zwei, vier und zwei Tage

    Sag: Wollt ihr denn wirklich denjenigen verleugnen, Der die Erde in zwei Tagen erschaffen hat, und Ihm andere als Seinesgleichen zur Seite stellen? Das ist der Herr der Weltenbewohner. Er hat in ihr festgegründete Berge gemacht, (die) über ihr (aufragen), und hat sie gesegnet und in ihr die Nahrung im rechten Maß in vier Tagen festgelegt, gleichmäßig für diejenigen, die danach fragen. Hierauf wandte Er sich dem Himmel zu, während er noch aus Rauch bestand, und sagte dann zu ihm und zur Erde: Kommt beide her, freiwillig oder widerwillig. Sie sagten: Wir kommen in Gehorsam. So führte Er sie als sieben Himmel in zwei Tagen aus und gab jedem Himmel seine Aufgabe ein. Und Wir haben den untersten Himmel mit Lampen geschmückt, und auch als Schutz. Das ist die Anordnung des Allmächtigen und Allwissenden.

    41:9-12, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Traditionelle Erklärung

    Ibn Kathir: Die vier Tage in 41:10 schließen die ersten zwei Tage der Erde ein; Erde und Berge brauchten vier Tage, die Himmel zwei, insgesamt sechs.

    Quellen 3

    Geprüft am 05.10.2026: Quelle abgerufen, Wortlaut und Zahlen verglichen.

  8. Innerhalb des Korans

    Reihenfolge der Schöpfung: Erde vor Himmel oder Himmel vor Erde

    Sure 2:29 und 41:9-12 nennen die Erschaffung der Erde vor der Zuwendung zum Himmel. Sure 79:27-30 nennt zuerst den Himmel und sagt, Gott habe die Erde «danach» ausgebreitet.

    Seite A: Die Erde zuerst, dann der Himmel

    Er ist es, Der für euch alles, was auf der Erde ist, erschuf und Sich hierauf dem Himmel zuwandte und ihn dann zu sieben Himmeln formte. Er weiß über alles Bescheid.

    2:29, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Sag: Wollt ihr denn wirklich denjenigen verleugnen, Der die Erde in zwei Tagen erschaffen hat, und Ihm andere als Seinesgleichen zur Seite stellen? Das ist der Herr der Weltenbewohner. Er hat in ihr festgegründete Berge gemacht, (die) über ihr (aufragen), und hat sie gesegnet und in ihr die Nahrung im rechten Maß in vier Tagen festgelegt, gleichmäßig für diejenigen, die danach fragen. Hierauf wandte Er sich dem Himmel zu, während er noch aus Rauch bestand, und sagte dann zu ihm und zur Erde: Kommt beide her, freiwillig oder widerwillig. Sie sagten: Wir kommen in Gehorsam. So führte Er sie als sieben Himmel in zwei Tagen aus und gab jedem Himmel seine Aufgabe ein. Und Wir haben den untersten Himmel mit Lampen geschmückt, und auch als Schutz. Das ist die Anordnung des Allmächtigen und Allwissenden.

    41:9-12, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Seite B: Der Himmel zuerst, danach die Erde

    Seid etwa ihr schwerer zu erschaffen oder der Himmel? - Er hat ihn aufgebaut. Er hat seinen höchsten Teil emporgehoben und ihn dann zurechtgeformt. Und Er hat seine Nacht finster gemacht und seine Morgenhelle hervorkommen lassen. Und die Erde, Er hat sie danach hingebreitet.

    79:27-30, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Traditionelle Erklärung

    Ibn Abbas (nach al-Bukhari, wiedergegeben bei Ibn Kathir): Die Erde sei zuerst erschaffen, nach dem Himmel jedoch erst ausgebreitet worden, indem Wasser, Weide und Berge hervorgebracht wurden.

    Quellen 3

    Geprüft am 05.10.2026: Quelle abgerufen, Wortlaut und Zahlen verglichen.

  9. Innerhalb des Korans

    Stoff der Erschaffung des Menschen

    Der Koran nennt für die Erschaffung des Menschen verschiedene Ausgangsstoffe: Erde, Lehm und Ton einerseits, Wasser, einen Samentropfen und ein «Anhängsel» andererseits. Sure 19:67 sagt, der Mensch sei zuvor «nichts» gewesen.

    Seite A: Erde, Lehm und Ton

    Gewiß, das Gleichnis ’Isas ist bei Allah wie das Gleichnis Adams. Er erschuf ihn aus Erde. Hierauf sagte Er zu ihm: Sei! und da war er.

    3:59, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Und Wir haben ja den Menschen aus trockenem Ton, aus fauligem schwarzen Schlamm erschaffen.

    15:26, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Als dein Herr zu den Engeln sagte: Ich werde ein menschliches Wesen aus Lehm erschaffen.

    38:71, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Er hat den Menschen aus trockenem Ton wie Töpferware erschaffen.

    55:14, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Seite B: Wasser, Samentropfen, Anhängsel; zuvor «nichts»

    Und Er ist es, Der aus Wasser menschliche Wesen erschafft und sie dann zu (Bluts)verwandschaft und Schwägerschaft bestimmt; dein Herr ist Allmächtig.

    25:54, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Er hat den Menschen aus einem Samentropfen erschaffen, und doch ist er sogleich ein deutlicher Widersacher.

    16:4, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    den Menschen erschaffen hat aus einem Anhängsel.

    96:2, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Gedenkt der Mensch denn nicht, daß Wir ihn zuvor erschaffen haben, da er (noch) nichts war?

    19:67, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Traditionelle Erklärung

    Ibn Kathir (zu 32:7-8): Adam wurde aus Lehm erschaffen, seine Nachkommen entstehen aus einem Wasserauszug (Samentropfen).

    Quellen 3

    Geprüft am 05.10.2026: Quelle abgerufen, Wortlaut und Zahlen verglichen.

  10. Innerhalb des Korans

    Fürsprache am Tag der Auferstehung: verneint und erlaubt

    Mehrere Verse sagen, an jenem Tag werde keine Fürsprache angenommen oder nützen. Andere Verse nennen Fürsprache bei Gott als möglich, wenn Er es erlaubt.

    Seite A: Keine Fürsprache

    Und hütet euch vor einem Tag, an dem keine Seele etwas anstelle einer anderen übernehmen kann und von keiner Fürsprache noch Ersatz(leistung) angenommen wird und ihnen keine Hilfe zuteil wird!

    2:48, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    O die ihr glaubt, gebt aus von dem, womit Wir euch versorgt haben, bevor ein Tag kommt, an dem es keinen Verkauf, keine Freundschaft und keine Fürsprache gibt! Die Ungläubigen sind die Ungerechten.

    2:254, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Nun nützt ihnen die Fürsprache derjenigen nicht, die Fürsprache einlegen (können).

    74:48, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Seite B: Fürsprache mit Gottes Erlaubnis

    Allah - es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Lebendigen und Beständigen. Ihn überkommt weder Schlummer noch Schlaf. Ihm gehört (alles), was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Wer ist es denn, der bei Ihm Fürsprache einlegen könnte - außer mit Seiner Erlaubnis? Er weiß, was vor ihnen und was hinter ihnen liegt, sie aber umfassen nichts von Seinem Wissen - außer, was Er will. Sein Thronschemel umfaßt die Himmel und die Erde, und ihre Behütung beschwert Ihn nicht. Er ist der Erhabene und Allgewaltige.

    2:255, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    An jenem Tag nützt die Fürsprache nicht, außer durch denjenigen, dem es der Allerbarmer erlaubt und mit dessen Worten Er zufrieden ist.

    20:109, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Auch nützt bei Ihm die Fürsprache nicht - außer, wem Er es erlaubt. Wenn dann der Schrecken von ihren Herzen genommen ist, sagen sie: „Was hat euer Herr gesagt? Sie sagen: „Die Wahrheit, und Er ist der Erhabene, der Große.

    34:23, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Und wie viele Engel gibt es in den Himmeln, deren Fürsprache nichts nützt, außer nachdem Allah es erlaubt hat, wem Er will und wer Sein Wohlgefallen findet.

    53:26, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Traditionelle Erklärung

    Ibn Kathir (zu 2:255): Niemand kann ohne Gottes Erlaubnis Fürsprache einlegen; er führt dazu eine Überlieferung zur Fürsprache des Propheten an.

    Quellen 4

    Geprüft am 05.10.2026: Quelle abgerufen, Wortlaut und Zahlen verglichen.

  11. Innerhalb des Korans

    «Kein Zwang im Glauben» und die Kampfverse

    Sure 2:256 sagt, es gebe keinen Zwang im Glauben. Sure 9:5 und 9:29 fordern zum Kampf gegen Götzendiener (bis zu Reue, Gebet und Abgabe) und gegen Schriftbesitzer (bis zur Entrichtung eines Tributs) auf.

    Seite A: Kein Zwang im Glauben

    Es gibt keinen Zwang im Glauben. (Der Weg der) Besonnenheit ist nunmehr klar unterschieden von (dem der) Verirrung. Wer also falsche Götter verleugnet, jedoch an Allah glaubt, der hält sich an der festesten Handhabe, bei der es kein Zerreißen gibt. Und Allah ist Allhörend und Allwissend.

    2:256, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Und wenn dein Herr wollte, würden fürwahr alle auf der Erde zusammen gläubig werden. Willst du etwa die Menschen dazu zwingen, gläubig zu werden?

    10:99, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Seite B: Kampfaufforderungen in Sure 9

    Wenn nun die Schutzmonate abgelaufen sind, dann tötet die Götzendiener, wo immer ihr sie findet, ergreift sie, belagert sie und lauert ihnen aus jedem Hinterhalt auf! Wenn sie aber bereuen, das Gebet verrichten und die Abgabe entrichten, dann laßt sie ihres Weges ziehen! Gewiß, Allah ist Allvergebend und Barmherzig.

    9:5, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Allah und nicht an den Jüngsten Tag glauben und nicht verbieten, was Allah und Sein Gesandter verboten haben, und nicht die Religion der Wahrheit befolgen - von denjenigen, denen die Schrift gegeben wurde -, bis sie den Tribut aus der Hand entrichten und gefügig sind!

    9:29, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Traditionelle Erklärung

    Nach dem Nachschlagewerk hält die überwiegende Mehrheit der muslimischen Gelehrten (genannt u. a. at-Tabari, Ibn Taymiyya, Ibn Qayyim) 2:256 für nicht aufgehoben: Niemand dürfe gegen seinen Willen zur Annahme einer Religion gezwungen werden. Nach der Abrogationslehre (Naskh) hielten verschiedene mittelalterliche Gelehrte, aber nicht alle, den Vers durch 9:5 für aufgehoben.

    Quellen 5

    Geprüft am 05.10.2026: Quelle abgerufen, Wortlaut und Zahlen verglichen.

  12. Innerhalb des Korans

    Länge des Tages bei Gott: tausend oder fünfzigtausend Jahre

    Sure 32:5 und 22:47 nennen einen Tag, dessen Maß tausend Jahre beträgt. Sure 70:4 nennt einen Tag, dessen Ausmaß fünfzigtausend Jahre beträgt.

    Seite A: Tausend Jahre

    Er regelt die Angelegenheit vom Himmel bis zur Erde. Hierauf steigt sie zu Ihm auf an einem Tag, dessen Maß tausend Jahre nach eurer Berechnung sind.

    32:5, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Und sie wünschen von dir, die Strafe zu beschleunigen. Allah wird Sein Versprechen nicht brechen. Und gewiß, ein Tag bei deinem Herrn ist wie tausend Jahre nach eurer Berechnung.

    22:47, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Seite B: Fünfzigtausend Jahre

    Es steigen die Engel und der Geist zu Ihm auf an einem Tag, dessen (Aus)maß fünfzigtausend Jahre ist.

    70:4, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Traditionelle Erklärung

    Ma'arif al-Qur'an löst die scheinbare Abweichung über die Relativität der Länge des Tages des Gerichts auf: Für Nichtgläubige dauere er sehr lang, für Gläubige kürzer als ein Pflichtgebet.

    Quellen 2

    Geprüft am 05.10.2026: Quelle abgerufen, Wortlaut und Zahlen verglichen.

  13. Innerhalb des Korans

    Rauschgetränk und Wein: Gabe, Paradiesgetränk und Verbot

    Sure 16:67 nennt Rauschgetränk neben guter Versorgung unter den Gaben aus Palmen und Reben, Sure 47:15 verheißt im Paradies Bäche von Wein. Sure 5:90 nennt berauschenden Trank einen Greuel vom Werk des Satans.

    Seite A: Rauschgetränk als Gabe und Wein im Paradies

    Und (Wir geben euch) von den Früchten der Palmen und der Rebstöcke (zu trinken), woraus ihr euch Rauschgetränk und eine schöne Versorgung nehmt. Darin ist wahrlich ein Zeichen für Leute, die begreifen.

    16:67, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Das Gleichnis des (Paradies)gartens, der den Gottesfürchtigen versprochen ist: Darin sind Bäche mit Wasser, das nicht schal wird, und Bäche mit Milch, deren Geschmack sich nicht ändert, und Bäche mit Wein, der köstlich ist für diejenigen, die (davon) trinken, und Bäche mit geklärtem Honig. Und sie haben darin von allen Früchten und Vergebung von ihrem Herrn. (Sind diese denn) jemandem gleich, der im (Höllen)feuer ewig bleibt und dem heißes Wasser zu trinken gegeben wird, das seine Gedärme zerreißt?

    47:15, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Seite B: Einschränkung und Verbot berauschender Getränke

    Sie fragen dich nach berauschendem Trunk und Glücksspiel. Sag: In ihnen (beiden) liegt große Sünde und Nutzen für die Menschen. Aber die Sünde in ihnen (beiden) ist größer als ihr Nutzen. Und sie fragen dich, was sie ausgeben sollen. Sag: Den Überschuss. So macht Allah euch die Zeichen klar, auf daß ihr nachdenken möget,

    2:219, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    O die ihr glaubt, nähert euch nicht dem Gebet, während ihr trunken seid, bis ihr wißt, was ihr sagt, noch im Zustand der Unreinheit - es sei denn, ihr geht bloß vorbei -, bis ihr den ganzen (Körper) gewaschen habt. Und wenn ihr krank seid oder auf einer Reise oder jemand von euch vom Abort kommt oder ihr Frauen berührt habt und dann kein Wasser findet, so wendet euch dem guten Erdboden zu und streicht euch über das Gesicht und die Hände. Allah ist Allverzeihend und Allvergebend.

    4:43, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    O die ihr glaubt, berauschender Trank, Glücksspiel, Opfersteine und Lospfeile sind nur ein Greuel vom Werk des Satans. So meidet ihn, auf daß es euch wohl ergehen möge! Der Satan will (ja) zwischen euch nur Feindschaft und Haß säen durch berauschenden Trank und Glücksspiel und euch vom Gedenken Allahs und vom Gebet abhalten. Werdet ihr (damit) nun wohl aufhören?

    5:90-91, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Traditionelle Erklärung

    Nach einer von Ibn Kathir überlieferten Aussage Abu Hurairas erging das Verbot berauschender Getränke in drei Stufen (2:219, 4:43, 5:90). Den Wein des Paradieses beschreibt Ibn Kathir (zu 47:15) unter Verweis auf 37:47 und 56:19 als ohne schädliche Wirkung und nicht berauschend.

    Quellen 5

    Geprüft am 05.10.2026: Quelle abgerufen, Wortlaut und Zahlen verglichen.

  14. Innerhalb des Korans

    Aufhebung von Versen und unveränderliche Worte Gottes

    Sure 2:106 und 16:101 sprechen davon, dass Gott Verse aufhebt oder durch andere ersetzt. Sure 6:115, 10:64 und 18:27 sagen, niemand könne Gottes Worte abändern.

    Seite A: Gott hebt Verse auf oder ersetzt sie

    Was Wir an Versen aufheben oder in Vergessenheit geraten lassen - Wir bringen bessere oder gleichwertige dafür. Weißt du denn nicht, daß Allah zu allem die Macht hat?

    2:106, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Und wenn Wir einen Vers anstelle eines (anderen) Verses austauschen - und Allah weiß sehr wohl, was Er offenbart -, sagen sie: Du ersinnst nur Lügen. Aber nein! Die meisten von ihnen wissen nicht.

    16:101, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Seite B: Niemand kann Gottes Worte abändern

    Vollkommen ist das Wort deines Herrn in Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit. Es gibt niemanden, der Seine Worte abändern könnte. Und Er ist der Allhörende und Allwissende.

    6:115, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Für sie ist die frohe Botschaft im diesseitigen Leben und im Jenseits. Keine Abänderung gibt es für die Worte Allahs. Das ist der großartige Erfolg.

    10:64, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Und verlies, was dir vom Buch deines Herrn (als Offenbarung) eingegeben worden ist. Es gibt niemanden, der Seine Worte abändern könnte, und du wirst außer (bei) Ihm keine Zuflucht finden.

    18:27, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Traditionelle Erklärung

    Ibn Kathir (zu 6:115): «Niemand kann Seine Worte abändern» bedeute, dass niemand Gottes Urteil im Diesseits oder Jenseits abwenden kann.

    Quellen 3

    Geprüft am 05.10.2026: Quelle abgerufen, Wortlaut und Zahlen verglichen.

  15. Innerhalb des Korans

    Heil für Juden, Christen und Säbier und die Aussage über andere Religionen

    Sure 2:62 und 5:69 sagen Gläubigen, Juden, Christen und Säbiern, die an Gott und den Jüngsten Tag glauben und rechtschaffen handeln, zu, dass keine Furcht über sie kommen soll (2:62: Lohn bei ihrem Herrn). Sure 3:19 und 3:85 nennen den Islam die Religion bei Gott und sagen, eine andere Religion werde nicht angenommen.

    Seite A: Zusage für Gläubige, Juden, Christen und Säbier

    Gewiß, diejenigen, die glauben, und diejenigen, die dem Judentum angehören, und die Christen und die Säbier - wer immer an Allah und den Jüngsten Tag glaubt und rechtschaffen handelt, - die haben ihren Lohn bei ihrem Herrn, und keine Furcht soll sie überkommen, noch werden sie traurig sein.

    2:62, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Gewiß, diejenigen, die glauben, und diejenigen, die dem Judentum angehören, und die Säbier und die Christen, - wer (immer) an Allah und den Jüngsten Tag glaubt und rechtschaffen handelt, - über die soll keine Furcht kommen, noch sollen sie traurig sein.

    5:69, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Seite B: Der Islam als Religion bei Gott

    Gewiß, die Religion ist bei Allah der Islam. Doch diejenigen, denen die Schrift gegeben wurde, wurden erst uneinig, nachdem das Wissen zu ihnen gekommen war - aus Mißgunst untereinander, Doch wer Allahs Zeichen verleugnet -, so ist Allah schnell im Abrechnen.

    3:19, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Wer aber als Religion etwas anderes als den Islam begehrt, so wird es von ihm nicht angenommen werden, und im Jenseits wird er zu den Verlierern gehören.

    3:85, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Traditionelle Erklärung

    Ibn Abbas (nach Ibn Kathir zu 2:62): 3:85 sei danach offenbart worden; Ibn Kathir folgert, nach der Sendung Mohammeds werde nur angenommen, was dem Gesetz Mohammeds entspricht, während zuvor jeder, der dem Weg seines Propheten folgte, auf dem rechten Weg war.

    Quellen 3

    Geprüft am 05.10.2026: Quelle abgerufen, Wortlaut und Zahlen verglichen.

  16. Innerhalb des Korans

    Iblis: Engel oder Dschinn

    Nach Sure 2:34 und 38:73-74 werfen sich die Engel vor Adam nieder, außer Iblis. Sure 18:50 sagt, Iblis habe zu den Ginn (Dschinn) gehört; Sure 66:6 beschreibt Engel über dem Höllenfeuer als solche, die sich Gott nicht widersetzen.

    Seite A: Iblis erscheint im Kreis der Engel

    Und als Wir zu den Engeln sagten: „Werft euch vor Adam nieder! Da warfen sie sich nieder, außer Iblis. Er weigerte sich und verhielt sich hochmütig und gehörte zu den Ungläubigen.

    2:34, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Da warfen sich die Engel alle zusammen nieder, außer Iblis; er verhielt sich hochmütig und gehörte zu den Ungläubigen.

    38:73-74, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    O die ihr glaubt, bewahrt euch selbst und eure Angehörigen vor einem Feuer, dessen Brennstoff Menschen und Steine sind, über das hartherzige, strenge Engel (gesetzt) sind, die sich Allah nicht widersetzen in dem, was Er ihnen befiehlt, sondern tun, was ihnen befohlen wird.

    66:6, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Seite B: Iblis gehörte zu den Ginn (Dschinn)

    Und als Wir zu den Engeln sagten: „Werft euch vor Adam nieder. Da warfen sie sich nieder, außer Iblis; er gehörte zu den Ginn. So frevelte er gegen den Befehl seines Herrn. Wollt ihr euch denn ihn und seine Nachkommenschaft zu Schutzherren anstatt Meiner nehmen, wo sie euch doch feind sind? - Ein schlimmer Tausch für die Ungerechten!

    18:50, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Traditionelle Erklärung

    Ibn Kathir (zu 18:50): Iblis sei einer der Dschinn, aus rauchlosem Feuer erschaffen, die Engel aus Licht (Überlieferung nach Aischa, Sahih Muslim).

    Quellen 3

    Geprüft am 05.10.2026: Quelle abgerufen, Wortlaut und Zahlen verglichen.

  17. Innerhalb des Korans

    Willensfreiheit und göttliche Vorherbestimmung

    Einige Verse stellen es dem Menschen frei, zu glauben oder nicht zu glauben. Andere sagen, Menschen wollten nur, wenn Gott es will, oder Gott lasse irregehen, wen Er will.

    Seite A: Entscheidungsfreiheit und Verantwortung des Menschen

    Und sag: (Es ist) die Wahrheit von eurem Herrn. Wer nun will, der soll glauben, und wer will, der soll ungläubig sein. Gewiß, Wir haben den Ungerechten ein Feuer bereitet, dessen Zeltdecke sie umfangen hält. Und wenn sie um Hilfe rufen, wird ihnen mit Wasser wie geschmolzenem Erz geholfen, das die Gesichter versengt - ein schlimmes Getränk und ein böser Rastplatz!

    18:29, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Er hat vor sich und hinter sich Begleiter, die ihn auf Allahs Befehl beschützen. Allah ändert nicht den Zustand eines Volkes, bis sie das ändern, was in ihnen selbst ist. Und wenn Allah einem Volk Böses will, so kann es nicht zurückgewiesen werden. Und sie haben außer Ihm keinen Schutzherrn.

    13:11, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Seite B: Nichts geschieht, außer Gott will es

    Und ihr könnt nicht(s) wollen, außer daß Allah (es) will. Gewiß, Allah ist All-wissend und Allweise.

    76:30, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Und diejenigen, die Unsere Zeichen für Lüge erklären, sind taub und stumm in Finsternissen. Wen Allah will, den läßt Er in die Irre gehen, und wen Er will, den bringt Er auf einen geraden Weg.

    6:39, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Und Wir haben keinen Gesandten gesandt, außer in der Sprache seines Volkes, damit er ihnen (die Botschaft) klar macht. Allah läßt dann in die Irre gehen, wen Er will, und leitet recht, wen Er will. Und Er ist der Allmächtige und Allweise.

    14:4, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Kein Unglück trifft ein auf der Erde oder bei euch selbst, ohne daß es in einem Buch (verzeichnet) wäre, bevor Wir es erschaffen - gewiß, dies ist Allah ein leichtes -,

    57:22, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Traditionelle Erklärung

    Der Theologe al-Ashari (gest. 935/36) verband beides durch den Gedanken der «Aneignung» (kasb): Gott erschafft die Handlungen, der Mensch eignet sie sich an und bleibt verantwortlich.

    Quellen 2

    Geprüft am 05.10.2026: Quelle abgerufen, Wortlaut und Zahlen verglichen.

  18. Innerhalb des Korans

    Zeichen für Zakariyya: drei Tage oder drei Nächte

    Nach Sure 3:41 besteht das Zeichen darin, drei Tage lang nicht zu den Menschen zu sprechen. Nach Sure 19:10 sind es drei Nächte.

    Seite A: Drei Tage

    Er (Zakariyya) sagte: „Mein Herr, setze mir ein Zeichen. Er sagte: „Dein Zeichen ist, daß du drei Tage lang nicht zu den Menschen sprechen wirst außer durch Gebärden. Und gedenke deines Herrn häufig und preise (Ihn) am Abend und am frühen Morgen!

    3:41, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Seite B: Drei Nächte

    Er sagte: „Mein Herr, setze mir ein Zeichen. Er sagte: „Dein Zeichen ist, daß du drei Nächte lang, obwohl gesund, nicht zu den Menschen sprechen wirst.

    19:10, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Traditionelle Erklärung

    Ibn Kathir (zu 19:10) nennt beide Verse ähnlich und folgert, Zakariyya habe drei Nächte samt ihren Tagen nicht gesprochen.

    Quellen 2

    Geprüft am 05.10.2026: Quelle abgerufen, Wortlaut und Zahlen verglichen.

  19. Innerhalb des Korans

    «Der erste Muslim»

    Nach Sure 6:14, 6:163 und 39:12 soll Mohammed der erste der (Allah) Ergebenen sein. Nach 2:131-132, 3:67 und 10:72 waren Ibrahim und Nuh schon (Allah) Ergebene.

    Seite A: Mohammed als erster der Ergebenen

    Sag: Sollte ich einen anderen zum Schutzherren nehmen als Allah, den Erschaffer der Himmel und der Erde, Der Speise gibt, während Ihm (selbst) keine Speise gegeben wird? Sag: Mir ist befohlen worden, der erste zu sein, der sich (Allah) ergibt, und: Gehöre ja nicht zu den Götzendienern!

    6:14, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Er hat keinen Teilhaber. Dies ist mir befohlen worden, und ich bin der erste der (Ihm) Ergebenen.

    6:163, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Und mir ist befohlen worden, der erste der (Ihm) Ergebenen zu sein.

    39:12, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Seite B: Frühere Propheten als Ergebene

    (Damals,) als sein Herr zu ihm sagte: „Werde Muslim! Ich habe mich dem Herrn der Weltenbewohner ergeben. Und Ibrahim befahl es seinen Söhnen an - (er) und Ya’qub: „O meine Kinder, Allah hat euch die Religion auserwählt; so sterbt denn nicht, außer (Ihm) ergeben zu sein!

    2:131-132, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Ibrahim war weder ein Jude noch ein Christ, sondern er war Anhänger des rechten Glaubens, einer, der sich Allah ergeben hat, und er gehörte nicht zu den Götzendienern.

    3:67, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Doch wenn ihr euch abkehrt, so habe ich von euch keinen Lohn verlangt. Mein Lohn obliegt nur Allah. Und mir ist befohlen worden, einer der (Allah) Ergebenen zu sein .

    10:72, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Traditionelle Erklärung

    Ibn Kathir (zu 6:163): «der erste der Muslime» heiße «aus dieser Gemeinschaft» (Qatada), denn alle früheren Propheten hätten zum Islam gerufen.

    Quellen 2

    Geprüft am 05.10.2026: Quelle abgerufen, Wortlaut und Zahlen verglichen.

  20. Innerhalb des Korans

    Gegenseitiges Fragen am Tag des Gerichts

    Sure 23:101 sagt, beim Stoß ins Horn gebe es keine Verwandtschaft und man frage einander nicht. Sure 37:27 sagt, die Menschen wendeten sich einander zu und fragten sich gegenseitig.

    Seite A: Man fragt einander nicht

    Wenn dann ins Horn geblasen wird, dann wird es zwischen ihnen keine Verwandtschaft mehr geben an jenem Tag, und sie fragen sich nicht mehr gegenseitig.

    23:101, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Seite B: Man fragt einander

    Und sie wenden sich einander zu und fragen sich gegenseitig.

    37:27, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Traditionelle Erklärung

    Ibn Abbas (nach al-Bukhari, wiedergegeben bei Ibn Kathir): 23:101 beziehe sich auf den ersten Hornstoß, 37:27 auf die Zeit nach dem zweiten.

    Quellen 1

    Geprüft am 05.10.2026: Quelle abgerufen, Wortlaut und Zahlen verglichen.

  21. Koran und Geschichte

    Maria als «Schwester Haruns» und «Tochter Imrans»

    Sure 19:28 spricht Maria, die Mutter Jesu, als «Schwester Haruns» an, Sure 66:12 nennt sie «Tochter Imrans». In der Bibel sind Aaron und Mirjam Geschwister, Kinder Amrams; sie lebten lange vor Maria von Nazareth.

    Seite A: Koran: Maria, Schwester Haruns, Tochter Imrans

    O Schwester Haruns, dein Vater war doch kein sündiger Mann, noch war deine Mutter eine Hure.

    19:28, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Und (auch von) Maryam, ’Imrans Tochter, die ihre Scham unter Schutz stellte, worauf Wir in sie von Unserem Geist einhauchten. Und sie hielt die Worte ihres Herrn und Seine Bücher für wahr und gehörte zu den (Allah) demütig Ergebenen.

    66:12, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Als ’Imrans Frau sagte: „Mein Herr, ich gelobe Dir, was in meinem Mutterleib ist, für Deinen Dienst freigestellt. So nimm (es) von mir an! Du bist ja der Allhörende und Allwissende.

    3:35, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Seite B: Bibel: Mirjam ist Aarons Schwester; Maria ist die Verlobte Josephs

    Und Mirjam, die Prophetin, Aarons Schwester, nahm das Tamburin in ihre Hand; und alle Weiber zogen aus, hinter ihr her, mit Tamburinen und in Reigen.

    2Mo 15,20, Übersetzung: Elberfelder Bibel 1905 (unrevidiert)

    Und der Name des Weibes Amrams war Jokebed, eine Tochter Levis, die dem Levi in Ägypten geboren wurde; und sie gebar dem Amram Aaron und Mose und Mirjam, ihre Schwester.

    4Mo 26,59, Übersetzung: Elberfelder Bibel 1905 (unrevidiert)

    Im sechsten Monat aber wurde der Engel Gabriel von Gott gesandt in eine Stadt von Galiläa, mit Namen Nazareth, zu einer Jungfrau, die einem Manne verlobt war mit Namen Joseph, aus dem Hause Davids; und der Name der Jungfrau war Maria.

    Lk 1,26-27, Übersetzung: Elberfelder Bibel 1905 (unrevidiert)

    Traditionelle Erklärung

    Nach Sahih Muslim 2135 fragten Christen aus Nadschran Mughira ibn Schuba nach dem Vers; Mohammed antwortete ihm, man habe Personen nach früheren Propheten und Frommen benannt.

    Quellen 4

    Geprüft am 05.10.2026: Quelle abgerufen, Wortlaut und Zahlen verglichen.

  22. Koran und Geschichte

    Haman als Berater des Pharao

    Der Koran nennt Haman als Gefolgsmann des Pharao zur Zeit Musas in Ägypten. Im Buch Esther ist Haman ein Minister des persischen Königs Ahasveros.

    Seite A: Koran: Haman im Gefolge des Pharao

    ihnen eine feste Stellung im Land verleihen und Fir’aun, Haman und deren Heerscharen durch sie das erfahren lassen, wovor sie sich immer vorzusehen suchten.

    28:6, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Und Fir’aun sagte: „O ihr führende Schar, keinen anderen Gott weiß ich für euch als mich (selbst). So entfache mir, o Haman, einen Brand auf Lehm, und mache mir einen Hochbau, auf daß ich zum Gott Musas emporsteige. Ich glaube fürwahr, daß er zu den Lügnern gehört.

    28:38, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Und Fir’aun sagte: O Haman, errichte mir einen Hochbau, vielleicht kann ich die Seile erreichen,

    40:36, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Seite B: Bibel: Haman am Hof des Ahasveros

    Und es geschah in den Tagen des Ahasveros (das ist der Ahasveros, der von Indien bis Äthiopien über hundertsiebenundzwanzig Landschaften regierte),

    Est 1,1, Übersetzung: Elberfelder Bibel 1905 (unrevidiert)

    Nach diesen Begebenheiten machte der König Ahasveros Haman, den Sohn Hammedathas, den Agagiter, groß, und er erhob ihn und setzte seinen Stuhl über alle Fürsten, die bei ihm waren.

    Est 3,1, Übersetzung: Elberfelder Bibel 1905 (unrevidiert)

    Traditionelle Erklärung

    Muhammad Asad deutet «Haman» als arabisierte Form eines ägyptischen Titels (Ha-Amen, Hoherpriester des Amun); andere Forscher widersprechen und sehen den biblischen Namensträger.

    • Wikipedia: Haman Wikipedia (Wikimedia Foundation) · 07.06.2026 · abgerufen 05.10.2026
    Quellen 2
    • Wikipedia: Haman (Islam) Wikipedia (Wikimedia Foundation) · 05.04.2026 · abgerufen 05.10.2026 · Nachschlagewerk
    • Wikipedia: Haman Wikipedia (Wikimedia Foundation) · 07.06.2026 · abgerufen 05.10.2026 · Nachschlagewerk

    Geprüft am 05.10.2026: Quelle abgerufen, Wortlaut und Zahlen verglichen.

  23. Koran und Geschichte

    Der Samiri und das goldene Kalb

    Nach Sure 20:85-97 führte ein Mann namens as-Samiri das Volk Musas in die Irre und formte das Kalb; Harun warnte das Volk. Nach 2. Mose 32 machte Aaron das Kalb. Der Name as-Samiri wird oft im Sinn von Samaritaner verstanden; die Stadt Samaria erhielt ihren Namen nach 1. Könige 16 erst unter König Omri. Die Gleichsetzung mit den Samaritanern ist in der Forschung umstritten; klassische muslimische Ausleger lasen as-Samiri als Eigennamen oder Herkunftsbezeichnung.

    Seite A: Koran: der Samiri macht das Kalb, Harun warnt

    Er sagte: „Wir haben dein Volk der Versuchung ausgesetzt, nachdem du (weggegangen) warst, und der Samiri hat sie in die Irre geführt.

    20:85, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Sie sagten: „Wir haben die Vereinbarung mit dir nicht aus unserem (eigenen) Willen gebrochen, sondern wir trugen (ganze) Lasten von den Schmucksachen des Volkes, und dann haben wir sie geworfen, und ebenso hat der Samiri (welche) hineingelegt.

    20:87, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Harun hatte ihnen ja bereits zuvor gesagt: „O mein Volk, ihr seid damit nur der Versuchung ausgesetzt worden. Gewiß, euer Herr ist der Allerbarmer; so folgt mir und gehorcht meinem Befehl. Sie sagten: „Wir werden nicht davon ablassen, uns seiner Andacht hinzugeben, bis Musa zu uns zurückkehrt. Er (Musa) sagte: „O Harun, was hat dich, als du sie irregehen sahst, davon abgehalten, mir zu folgen? Hast du dich denn meinem Befehl widersetzt? Er sagte: „O Sohn meiner Mutter, pack mich nicht am Bart und nicht am Kopf. Ich fürchtete, du würdest sagen: ,Du hast unter den Kindern Isra’ils Zwietracht gestiftet und mein Wort nicht beachtet’.

    20:90-94, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Er sagte: „Doch was ist mit dir, o Samiri? Er sagte: „Ich gewahrte, was sie nicht gewahrten, und so faßte ich eine Handvoll (Erde) von der Spur des Gesandten und warf sie dann hin (ins Feuer). So habe ich es mir selbst eingeredet. Er sagte:„Geh weg! Es ist dir im Leben beschieden, zu sagen: ,Berührt mich nicht! Und du hast eine Verabredung, die dir nicht gebrochen wird. Und schau auf deinen Gott, dessen Andacht du dich dauernd hingegeben hast. Wir werden ihn ganz gewiß verbrennen, und hierauf werden wir ihn ganz gewiß in das große Gewässer streuen.

    20:95-97, Übersetzung: Frank Bubenheim & Nadeem Elyas

    Seite B: Bibel: Aaron macht das Kalb; Samaria wird später gegründet

    Und als das Volk sah, daß Mose verzog, von dem Berge herabzukommen, da versammelte sich das Volk zu Aaron, und sie sprachen zu ihm: Auf! Mache uns einen Gott, der vor uns hergehe! Denn dieser Mose, der Mann, der uns aus dem Lande Ägypten heraufgeführt hat, wir wissen nicht, was ihm geschehen ist. Und Aaron sprach zu ihnen: Reißet die goldenen Ringe ab, die in den Ohren eurer Weiber, eurer Söhne und eurer Töchter sind, und bringet sie zu mir. Und das ganze Volk riß sich die goldenen Ringe ab, die in ihren Ohren waren, und sie brachten sie zu Aaron. Und er nahm es aus ihrer Hand und bildete es mit einem Meißel und machte ein gegossenes Kalb daraus. Und sie sprachen: Das ist dein Gott, Israel, der dich aus dem Lande Ägypten heraufgeführt hat.

    2Mo 32,1-4, Übersetzung: Elberfelder Bibel 1905 (unrevidiert)

    Und Mose sprach zu Aaron: Was hat dir dieses Volk getan, daß du eine große Sünde über dasselbe gebracht hast? Und Aaron sprach: Es entbrenne nicht der Zorn meines Herrn! Du kennst das Volk, daß es im Bösen ist. Und sie sprachen zu mir: Mache uns einen Gott, der vor uns hergehe; denn dieser Mose, der Mann, der uns aus dem Lande Ägypten heraufgeführt hat wir wissen nicht, was ihm geschehen ist. Und ich sprach zu ihnen: Wer hat Gold? Sie rissen es sich ab und gaben es mir, und ich warf es ins Feuer, und dieses Kalb ging hervor.

    2Mo 32,21-24, Übersetzung: Elberfelder Bibel 1905 (unrevidiert)

    Im einunddreißigsten Jahre Asas, des Königs von Juda, wurde Omri König über Israel, zwölf Jahre; zu Tirza regierte er sechs Jahre. Und er kaufte den Berg Samaria von Schemer um zwei Talente Silber; und er bebaute den Berg und gab der Stadt, die er gebaut hatte, den Namen Samaria, nach dem Namen Schemers, des Herrn des Berges.

    Traditionelle Erklärung

    Ibn Kathir überliefert Deutungen: nach Ibn Abbas ein Mann aus dem Volk von Bajarma namens Musa ibn Zafar, nach Qatada aus dem Dorf Samarra.

    Quellen 2

    Geprüft am 05.10.2026: Quelle abgerufen, Wortlaut und Zahlen verglichen.

Hinweise

Übersetzungen